40 Jahre Atomkraft-Unfall Three Mile Island Block 2 bei Harrisburg, USA, und Folgen

Dr. Georg Löser: - im Gedenken an die vielen Opfer des Atomkraftwerks-Unfalls von 1979 bei Harrisburg/USA

(lifePR) ( Gundelfingen, )
Vor 40 Jahren am Mittwoch 28. März 1979:

Der Unfall beim Atomkraftwerk Three Mile Island 2 (TMI-2) bei Harrisburg/USA beginnt.

Zahlreiche Strahlenopfer des Atomkraft-Unfalls bei Harrisburg (TMI-2) erwiesen.

Bei älterem Reaktor wäre der Unfall eine Riesenkatastrophe geworden.

Als Menschen zu „Messinstrumenten“ wurden. Beschwichtigungen und Vertuschungen

Am 28.3.1979 4 Uhr nachts begann im US-Bundesstaat Pennsylvania unweit von dessen Haupt­stadt  Harrisburg  im Atomkraftwerk Three Mile Island (TMI) im Block2, der erst wenige Wo­chen zuvor in Betrieb gegangen war, ein schwerer Unfall. Dieser umfasste eine weitgehen­de Schmelze des Reaktorkerns, mindestens eine Wasserstoffexplosion und erheb­liche Freisetzungen von  Radioaktivität. Mehrere Tage lang bestand die Gefahr einer sehr viel größeren Katastro­phe. Bereits am 1. Tag kam es zu Ausstoß von Radioaktivität in die Luft. Am 30.3. wurde ent­schieden, alle schwangeren Frauen und alle Kinder im Vorschulalter aus der 8-km-Zone (5 Mei­len) zu evakuieren . Die Nachricht erreichte die Menschen erst 2 Tage später. Die Schulen wu­rden geschlossen. Für den 16-km-Umkreis (10 Meilen) wur­de die Bevölkerung aufgefordert, die Häu­ser nicht zu verlassen. Fast 200.000 Menschen flohen. Entwarnung kam erst am 9. April.

Unkontrollierte Freisetzungen von Radioaktivität in die Umwelt begannen schon kurz nach Unfallbeginn. Messgeräte im Kraftwerk überschritten ihre Meßbereiche. Radioaktives Edelgas des TMI-2-Unfalls wurde sogar in Albany gemessen, der rund 400 km entfernten Hauptstadt des Staates New York. Zu den Strahlen- und Krankheitsfolgen des TMI-Unfalls gibt es viele Anzeichen für eine große Beschwichtigungs- und Vertuschungskampagne. Die Frage der Strahlenschäden bei der Bevölkerung wurde offiziell schon auffällig früh verneint, obwohl z.B. Krebserkrankungen nicht sofort auftreten. Viele ernst zu nehmende Berichte aus der Bevöl­kerung und unabhängige in Fachjournalen veröffentlichte wissenschaftliche Untersuchungen von Forschern an der Universtät von North Carolina belegen dagegen erhebliche Gesundheitsschäden, u.a. gehäufte bestimmte Krebserkrankungen. Auch bei der Kindersterblichkeit gabe es Erhöhungen. Beobachtungen aufmerksamer Menschen, die schon bald am 1. Unfalltag 28.3.1979  und danach strahlenbedingte Krankheitssymptome, die bei hoher Belastung auftreten, bei sich selber und bei Tieren feststellten mit Hunderten an sich überzeugenden schriftlichen Berichten, wurden von offiziellen Stellen nicht anerkannt. Die Eigner von TMI zahlten Bewohnern der Umge­bung aber viele Millionen Dollar außergerichtlich, um gerichtliche Klagen wegen missgebildeter Kinder zum Schwei­gen zu bringen. 

Der Unfall hätte sehr viel schwerer ablaufen können bis hin zu einer Riesen-Katastrophe ("großer SuperGAU",  INES 7) mit gesundheitlichen und wirtschaftlichen Folgen schwerer als "Tschernobyl 1986"  oder "Fukushima 2011", wenn der "brandneue" Unfallreaktor mehr als nur ein paar Wochen Strom erzeugt hätte. Denn die dann viel größeren Freisetzungen wären bodennah erfolgt und nicht durch einen Graphitbrand in die Höhe und damit auf der Nordhalbkugel der Erde verteilt worden bzw. nicht wie bei Fukushima hauptsächlich Richtung Pazifischrn Ozean geweht oder oder in ihn abgeleitet worden. - Der Block TMI-2 ist auch 40 Jahre nach dem Unfall wegen der hohen Verstrahlung nur teilweise rückgebaut. Der ältere Block TMI-1 soll in 2019  stillgelegt werden, da der Betrieb  nicht mehr wirtschaftlich sei. Man erhofft aber staatliche Gelder für eventuellen Weiterbetrieb.

ECOtrinova e.V. stellt in der Anlage einen Kurzbericht des Autors Dr. Georg Löser vor, der gesundheitliche Folgen vor allem bei der Bevölkerung, aber auch für "Atomarbeiter" bei TMI-2 aus Originalquellen zusammenfasst und eine Grafik zu den Folgen enthält. Dieser Bericht und eine Langfassung mit detaillierten Quellenangaben sind als pdf-Dateien online bei www.ecotrinova.de unter Veröffentlichungen /Atomenergie
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