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Pressemitteilung BoxID: 649338 (DZ BANK AG Deutsche Zentral-Genossenschaftsbank)
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Populismus verliert 2017 an Schwung - "Pro-Europa" dürfte nun als Anlagethema deutlich gewinnen

(lifePR) (Frankfurt am Main, ) Frankreich hat gewählt und diesmal gab es - im Gegensatz zu den wichtigen Wahlen 2016 - keine Überraschungen. Die Wahrscheinlichkeit, dass Kandidat Marcon im nächsten Wahlgang in zwei Wochen zum neuen französischen Präsidenten gewählt wird, steht nun sehr hoch. Politische Entscheidungen sind in den vergangenen Jahren verstärkt Katalysatoren für Kursbewegungen an den Kapitalmärkten geworden. Auch wir sehen nun die Chancen auf verstärkte Umschichtungsbewegungen, die wir entsprechend begleiten möchten. 

Im Rahmen der Investmentstrategie unseres DZ BANK Asset Allocation - Musterportfolios (im folgenden „Portfolio“), welches seit Jahresbeginn bereits 6,2% zulegen konnte, nehmen wir nun verschiedene Änderungen aus den nachfolgend dargelegten Gründen vor:

Aufnahme 1: Wir setzen die Aktienquote im Portfolio von 45% auf 55% herauf, indem wir den Index Euro Stoxx Select Dividend 30 „Total Return“ mit 10% gewichten.
In Zukunft dürften sich Anleger angesichts der verbesserten Perspektiven in den USA (Trump weniger schlimm als erwartet) und Europa (Populisten verlieren länderübergreifend an Schwung) wieder verstärkt den Märkten in den Industrieländern zuwenden. Europa dürfte dabei überdurchschnittlich profitieren, weil die Aktienmärkte diesseits des Atlantiks mit einem Abschlag gegenüber den US-Pendants notieren. Wir sehen schon seit geraumer Zeit, dass die Konjunktur weltweit an Fahrt aufnimmt und die Unternehmensgewinne erstmalig seit langer Zeit wieder deutlich wachsen. Nun ist mit dem Wahlergebnis in Frankreich ein politischer Hemmschuh weggefallen, der den Blick auf die verbesserten Wachstumsperspektiven schärfer stellen sollte. Dies dürfte auch den europäischen Aktienmärkten zu Gute kommen, weshalb wir diese virtuelle Transaktion vornehmen. Der Index Euro Stoxx Select Dividend 30TR (4,3% Dividendenrendite) bietet eine um 100 Basispunkte höhere Ausschüttungsrendite als der Euro Stoxx 50 (3,3%), weshalb wir erstgenannten Index wählen.

Aufnahme 2: Wir nehmen französische Staatsanleihen mit einer Gewichtung von rund 16% auf.
Französische Staatsanleihen verloren im Vorfeld der Wahlen deutlich an Boden. Es ist sehr wahrscheinlich, dass sich in den kommenden Monaten die Risikoaufschläge der Anleihen aus dem Nachbarland infolge vermehrter Nachfrage rückbilden werden und die Anleihenkurse steigen werden. Bereits heute notieren die Renditen der zehnjährigen OATs wieder auf dem tiefsten Stand seit Januar 2017.

Herausnahme 1: Wir reduzieren die Hälfte der Position in Emerging Markets-Anleihen von 30% auf 15% (+13,5% Kursplus seit Aufnahme).
Sowohl Aktien als auch Anleihen von Emittenten aus den Emerging Markets sind in den vergangenen Wochen deutlich im Kurs angezogen, nachdem sie zuvor aus unserer Sicht hinsichtlich der zugrunde liegenden Qualität und Zukunftsaussichten deutlich unterschätzt worden waren. Die Zeit für erste Gewinnrealisierungen erscheint recht gut. Nichtsdestotrotz stimmt das Zusammenspiel zwischen Bewertung und Aussichten hinsichtlich Investitionen in den Emerging Markets weiterhin positiv. Daher halten wir trotz der Reduktion auch weiterhin an einer hohen Gewichtung von EM-Anlagen fest, die beträgt nach der o.g. Transaktion immer noch 35,5% des Portfolios, unterteilt auf 20% Aktien (Dividendenrendite 4,2%, KGV 2017 9,7) und 15% Anleihen (Ausschüttungsrendite 5,3%).

Herausnahme 2: Wir nehmen US-Staatsanleihen aus dem Portfolio heraus (+1,7% Kursplus seit Aufnahme am 29.11.2016).
Wir trennen uns von der Position langlaufende US-Staatsanleihen (20 Jahre und mehr). Diese Position hatten wir Ende November 2016 im Zuge der Erholungsrallye aufgenommen, weil der damalige Renditeanstieg in den USA übertrieben schien und wir eine Korrekturbewegung auf Sicht der folgenden Monate erwarteten.