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Pressemitteilung BoxID: 568865 (DZ BANK AG Deutsche Zentral-Genossenschaftsbank)
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Kommentar zu China von DZ BANK Chefvolkswirt Stefan Bielmeier: Die Weltwirtschaft ist nicht bedroht

(lifePR) (Frankfurt am Main, ) Wie schon im vergangenen Sommer hat ein Einbrechen des chinesischen Aktienmarktes in den letzten Tagen Schockwellen rund um den Globus geschickt. Auch in Europa und den USA haben die Kurse kräftig nachgegeben, die Signale aus China werden als Vorboten eines wirtschaftlichen Einbruchs interpretiert. Die chinesische Währung hat auf den tiefsten Stand seit fünf Jahren abgewertet, der Ölpreis ist mit etwas mehr als 32 US-Dollar sogar so niedrig wie seit mehr als 11 Jahren nicht mehr. Sind das tatsächlich Anzeichen für eine sich verschärfende, weltweite Wirtschaftskrise?

Bereits im letzten Sommer hat sich gezeigt, dass der momentan viel zitierte Zusammenhang zwischen Aktienmarkt und Konjunktur in China so überhaupt nicht gegeben ist. Weder taugten die Aktienmärkte in der Vergangenheit als Frühindikatoren für das Wirtschaftswachstum, noch gehen vom Auf und Ab des Marktes nennenswerte Effekte auf die chinesische Konjunktur aus. Gleichzeitig sollte der Verfall des Ölpreises per Saldo einen positiven Einfluss auf die globale Konjunktur haben. Natürlich werden die Ölförderländer durch sinkende Einnahmen im Zeitverlauf zunehmend in Schwierigkeiten kommen, aber der niedrige Ölpreis ist eben vor allem auch ein Stützungsprogramm für den privaten Konsum, besonders in den Industrieländern. Und der private Konsum in den Industrienationen ist derzeit die wichtigste Stütze für die Weltwirtschaft.

Denn während in den meisten Ländern die Unternehmen mit ihren Investitionen trotz der niedrigen Zinsen sehr zögerlich sind und der Außenhandel lahmt, halten die Verbraucher mit ihren Ausgaben die Konjunktur am Laufen. Dass der Automarkt in den Vereinigten Staaten 2015 einen neuen Absatzrekord aufgestellt hat und auch in Deutschland die Neuzulassungen kräftig zugelegt haben, ist dafür bester Beleg. Ein schockartiger Anstieg des Ölpreises, der durch eine weitere Eskalation des Konflikts zwischen Saudi-Arabien und Iran ausgelöst werden könnte, ist daher derzeit sicherlich das größte Risiko für die Weltwirtschaft.

Vor diesem Hintergrund sollte man jetzt nicht in Panik verfallen. Das konjunkturelle und geldpolitische Umfeld spricht dafür, dass sich die Aktienmärkte in den Indus