Deutsche bleiben reisefreudig

Touristikjahr 2012/13: Erneutes Umsatzplus bei Reiseveranstaltern

(lifePR) ( Berlin, )
Urlaub und Reisen bleiben für die Bundesbürger eine der wichtigsten Freizeitbeschäftigungen: "Auch in diesem Jahr waren die Deutschen in Reiselaune und haben nochmals mehr Geld für Ihren Urlaub ausgegeben", fasst der Präsident des Deutschen ReiseVerbandes (DRV), Jürgen Büchy, die ersten Hochrechnungen der Wirtschaftsergebnisse für das gerade beendete touristische Geschäftsjahr 2012/ 13 (Stichtag: 31. Oktober) zusammen. Die deutschen Reiseveranstalter haben nach den Berechnungen des Branchenverbandes zwischen 3,0 und 3,5 Prozent mehr Umsatz als im Vorjahreszeitraum erzielt. Damit kletterte der Branchenumsatz auf eine neue Bestmarke von schätzungsweise rund 25,2 Mrd. Euro (Vorjahr 24,4).

Stabil auf hohem Niveau bleibt die Zahl der Urlauber, die in den vergangenen zwölf Monaten mit Reiseveranstaltern in die schönsten Wochen des Jahres starteten: Im touristischen Jahr 2012/ 13 unternahmen sie rund 40 Millionen professionell organisierte Reisen. Besonders gefragt waren den Auswertungen zufolge weiterhin hochwertige Reiseangebote: "Der Kunde hat ein hohes Qualitätsbewusstsein entwickelt. Der Preis allein ist nicht mehr das entscheidende Kaufkriterium. Immer mehr Kunden erwarten Qualität zu einem angemessenen Preis", hebt Branchenverbandspräsident Büchy hervor.

Zuversichtlich stimmen auch die ersten Buchungstrends für diesen Winter: Rund fünf Prozent mehr Umsatz gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitpunkt stehen bereits für die Wintersaison in den Büchern der Unternehmen. Die anhaltend guten Konjunkturdaten und die positive Konsumstimmung beflügeln dabei den Wunsch nach Reisen. Der private Konsum wird nach Vorhersagen der GfK-Marktforscher auch im kommenden Jahr steigen. Basierend auf den positiven Prognosen erwartet der Reiseverband auch für das kommende Geschäftsjahr ein weiteres Marktwachstum.

Die Auswertungen des DRV-Ausschusses Statistik und Marktforschung zeigen, dass das Geschäft in den zurückliegenden zwölf Monaten in den einzelnen Segmenten der Touristik sehr unterschiedlich verlief - hervorgerufen durch externe Faktoren wie zum Beispiel das gute Sommerwetter in Zentraleuropa oder politische Entwicklungen in den Urlaubsländern. Nachfolgend einige zentrale Ergebnisse:

- Bezogen auf die Reiseziele legten beim Umsatz am deutlichsten Pauschalreisen zu Mittelstreckenzielen zwischen 3,5 und 4 Prozent und Flugreisen zu den Fernreisedestinationen um 4 bis 5 Prozent zu. Das Potential bei Fernreisen ist sogar noch höher und noch nicht ausgeschöpft, denn hohe Aufschläge bei den Flugpreisen - ausgelöst durch Luftverkehrssteuer, Kerosinpreissteigerungen, Währungseinflüsse und die Einbeziehung des Emissionshandels - bremsen die Nachfrage nach weltweiten Reisezielen seit nunmehr drei Jahren. Hinzu kommt, dass viele Fluggesellschaften ihr Flugangebot reduziert haben. Die Nachfrage nach einigen Reisezielen wie zum Beispiel den Malediven konnten aufgrund fehlender Kapazitäten nicht zufriedenstellend bedient werden.

- Die sogenannten erdgebundenen Reisen (Anreise mit Auto, Bus oder Bahn) legten nach einer Stagnation im Vorjahr beim Umsatz wieder um 1,5 bis 2,5 Prozent zu. Dieses Segment schließt neben Deutschland auch unsere Nachbarländer mit ein - etwa Österreich.

- Buchungszuwächse bezogen auf die Teilnehmerzahlen verzeichneten die Reiseveranstalter für die Reiseziele Balearen, Griechenland, Tunesien und die Türkei. Auf der Fernstrecke legten besonders Thailand, die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) und die karibischen Inseln zu. Leichte Zuwächse gab es für Deutschland und Österreich. Veranstalterreisen in die USA bleiben auf hohem Niveau stabil. Eine geringere Nachfrage gab es für Ägypten, Bulgarien, Italien und die Kanaren.

- Die erste vorläufige Auswertung für die Rangfolge der beliebtesten Auslandsreiseziele der Deutschen 2013 zeigt, dass die Vorlieben gegenüber den Vorjahren weitgehend unverändert bleiben: Gerade in den Sommerferienmonaten steht Spanien auf der Beliebtheitsskala nach wie vor an oberster Stelle, gefolgt von den Ländern rund ums Mittelmeer - wie etwa der Türkei und Griechenland.

- Das seit Jahren boomende Segment der Kreuzfahrten kann im Touristikjahr 2012/ 13 im Hochseesegment beim Umsatz um rund 4 Prozent weiter zulegen. Zum Vergleich: Im Kalenderjahr 2012 machten über 1,5 Millionen Gäste Urlaub auf hoher See und spülten über 2,6 Mrd. Euro Umsatz in die Kassen (Zahlen nur eingeschränkt mit denen des Touristikjahres vergleichbar). Das Segment der Flussreisen war im abgelaufen Touristikjahr von zahlreichen Herausforderungen geprägt - dazu zählten das Hochwasser in Deutschland, die Beeinträchtigungen durch den diesjährigen Schleusenstreik, die monatelange Einstellung der Fahrten auf dem Nil sowie die Reisepreisverteuerung durch die seit dem 1. Januar 2012 geltende Mehrwertsteuererhöhung von sieben auf 19 Prozent. Daher gab es bei Flusskreuzfahrten Rückgänge im hohen einstelligen Prozentbereich. Beide Segmente zusammengerechnet ergeben ein Umsatzwachstum von 2 bis 3 Prozent.
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