Sonntag, 22. Oktober 2017


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Die überaktive Blase drängt sich ganz ohne Vorwarnung auf

Der Druck auf die Blase sorgt für Leidensdruck

Kranzberg, (lifePR) - Die überaktive Blase, umgangssprachlich auch "Reizblase" oder "Blasenschwäche" genannt, ist mehr als nur unangenehm: Vielmehr leiden Menschen, die davon betroffen sind, unter Minderwertigkeitsgefühlen bis hin zu Depressionen, sprich: Ihre Lebensqualität wird erheblich beeinträchtigt. So weit muss es jedoch nicht kommen, denn mit der richtigen Therapie lässt sich eine deutliche Besserung der Symptomatik erreichen.

Wenn der Gang zur Toilette zum Wettlauf wird
Er kommt wie ein Überfall, ohne jede Vorwarnung: überfallartiker starker Harndrang, der für quälende Situationen sorgen kann. Da er kaum unterdrückt werden kann, obwohl die Blase noch nicht sehr gefüllt ist, geht es um Sekunden auf dem Weg zur Toilette, um ungewollten Harnverlust (Inkontinenz) zu vermeiden - was nicht immer rechtzeitig möglich ist. Wer eine überaktive Blase (OAB, overactive bladder) hat, zieht sich daher immer mehr in die eigenen vier Wände zurück, damit derartige "peinliche" Situationen erst gar nicht auftreten können. Freundschaften und soziale Kontakte werden nicht mehr gepflegt, auch ein erfülltes Sexualleben und Intimität finden kaum noch statt. Von Lebensqualität kann nicht mehr die Rede sein!

Die Symptomatik ist keine Seltenheit
Die überaktive Blase verursacht insbesondere im Zusammenhang mit Inkontinenz Ängste und Schamgefühl, und der Leidensdruck ist groß. Dennoch trauen sich die meisten nicht, darüber zu reden, auch nicht mit dem Arzt, obwohl diese Beschwerden keine Seltenheit darstellen: So sind zwischen 12 und 22 % der über 40-Jährigen davon betroffen und zwar sowohl Frauen als auch Männer. Bei ca. zwei Drittel der Patienten liegt keine Inkontinenz vor.
Als mögliche Ursachen kommen u. a. nervliche oder psychische Erkrankungen in Frage sowie Schlaganfall, Tumoren des Gehirns oder Rückenmarks, aber auch geringere Anlässe wie wiederkehrende Harnwegsinfekte, Kälte, "reizende Getränke" wie Kaffee, schwarzer Tee oder Alkohol. Aber das darf nicht darüber hinweg täuschen, dass auch Experten bis heute nicht immer wissen, was zu diesen Beschwerden führt. Die Ursachen bleiben eventuell auch unklar.

Das offene Gespräch nimmt den Druck
Betroffene sollten den Gang zum Arzt auf keinen Fall scheuen, denn Hausärzte und Urologen haben tagtäglich mit Blasenfunktionsstörungen zu tun und können den Patienten effektive Behandlungsmöglichkeiten für ihr Leiden aufzeigen. Als besonders erfolgreich bei der Therapie der überaktiven Blase haben sich so genannte Anticholinergika mit dem Wirkstoff Solifenacin (z. B. Vesikur®) erwiesen. Diese können schon nach kurzer Zeit die typischen quälenden Harndrangsbeschwerden bessern. Wichtig ist, dass die Therapie über einen längeren Zeitraum durchgeführt wird. Erleichtert wird das, wenn das entsprechende Medikament nur einmal täglich eingenommen werden muss und eine gute Verträglichkeit hat. Daneben empfiehlt sich auch ggf. eine Änderung des Lebensstils; die Trinkmenge sollte gleichmäßig über den Tag verteilt aufgenommen und koffeinhaltige Getränke auf ein Minimum beschränkt werden; außerdem sollten Übergewicht, Verstopfung und Tabakkonsum vermieden werden.

Leitsymptome der überaktiven Blase
-plötzlicher starker, schwer zu widerstehender Harndrang
-Inkontinenz: unwillkürlicher Harnabgang
-mehr als 8-mal Wasserlassen in 24 Stunden
-mehr als 1-mal pro Nacht aufstehen zur Blasenentleerung!
-Führen Sie doch ein Blasen-Tagebuch und tragen dort Ihre Entleerungen ein. So kann ein Arzt gut beurteilen, ob Sie evtl. an einer überaktiven Blase leiden. Kostenlos erhältlich ist so ein Miktionstagebuch unter der kostenlosen Service-Hotline 0800/1114544.

Moderne Anticholinergika mit dem Wirkstoff Solifenacin (z. B. Vesikur®) können diese Symptome deutlich lindern. 90 % schätzen die Behandlung als positiv für die Lebensqualität ein.

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