Dienstag, 17. Juli 2018


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Die Autoindustrie liefert sich ein Wettrennen um den Markteintritt mit alltagstauglichen autonomen Fahrzeugen / Digitalcourage warnt vor "Schutzranzen" und anderen Umfelderkennungstechnologien, die auf Überwachung basieren

Bielefeld, (lifePR) - Autonomes Fahren wird kommen. Dabei muss natürlich die Verkehrssicherheit gewährleistet sein. Digitalcourage warnt vor Konzepten wie „Schutzranzen“, die auf die Überwachung anderer Verkehrsteilnehmer setzen und fordert von der beteiligten Industrie, Wege zu finden, die nicht die Grundrechte aller Menschen verletzen.

„Selbstfahrende Fahrzeuge können uns bereichern, aber nur, wenn dabei unsere Grundrechte respektiert werden,“ meint Kerstin Demuth von Digitalcourage. „Die Industrie muss nach Lösungen forschen, die Verkehrssicherheit gewährleisten und gleichzeitig ohne Überwachung auskommen.“

Digitalcourage hat im Januar 2018 aufgedeckt, dass „Schutzranzen“-GPS-Tracker an Kinder in öffentlichen Grundschulen verteilt werden sollen. Der Geschäftsführer des Startups Coodriver, von dem das Produkt stammt, räumte inzwischen gegenüber Heise Online ein, dass die Technik als Werkzeug für selbstfahrende Fahrzeuge verwendet werden sollte. Digitalcourage fordert mit einem offenen Brief die Einstellung des Projekts „Schutzranzen“. Nachdem das Projekt nach Kritik der Datenschutzbeauftragten und des Landesschulamtes Niedersachsen in Wolfsburg gestoppt wurde, hält die Stadt Ludwigsburg weiter an den Konzept fest. Digitalcourage mahnt an, Fortschritt ohne Überwachung voranzutreiben.

„Wirtschaft, Politik, Bürgerinnen und Bürger müssen jetzt an die Technikfolgen von morgen denken“, warnt Friedemann Ebelt von Digitalcourage. „Überwachung darf keine Bedingung für Sicherheit im Straßenverkehr werden. Die Ethikkommission zum automatisierten Fahren warnte bereits vor drohender Totalüberwachung. Jetzt müssen Entscheidungen her, damit wir uns in Zukunft frei und unbeobachtet bewegen können.“

Weiterführende Informationen:

• Hinter „Schutzranzen“ steht die Autoindustrie – und ungelöste Probleme mit autonomen Fahrzeugen:
https://digitalcourage.de/blog/2018/hinter-schutzranzen-steckt-die-autoindustrie-und-autonomes-fahren

• Ludwigsburg: Beenden Sie das Kinder-Tracking mit „Schutzranzen“!
https://digitalcourage.de/blog/2018/schutzranzen-antwort-an-ludwigsburg

• „Schutzranzen“: überwachte Grundschulkinder sponsored by VW & Co.
https://digitalcourage.de/blog/2018/schutzranzen-ueberwachte-grundschulkinder-sponsored-by-vw-und-co

• Heise Online: „Tracking von Schulkindern: Projekt Schutzranzen in Niedersachsen gestoppt“
https://www.heise.de/newsticker/meldung/Tracking-von-Schulkindern-Projekt-Schutzranzen-in-Niedersachsen-gestoppt-3957444.html

• Zum Bericht der Ethikkommission Autonomes Fahren:
http://www.zeit.de/mobilitaet/2017-06/autonomes-fahren-totalueberwachung-ethik-kommission
https://www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Publikationen/G/bericht-der-ethik-kommission.html?nn=12830

digitalcourage e.V.

Digitalcourage setzt sich seit 1987 für Datenschutz und Bürgerrechte ein und richtet seit 2000 die jährliche Verleihung der BigBrotherAwards aus. 2008 erhielt Digitalcourage die Theodor-Heuss-Medaille für besonderen Einsatz für die Bürgerrechte.

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