Diakonie warnt vor weiterer Privatisierung von Pflegerisiken

(lifePR) ( Berlin, )
Die Diakonie lehnt die Einführung der privaten Pflegezusatzversicherung ab. Dies ist keine nachhaltige Lösung für die zu erwartenden Probleme in der Pflege. "Die Finanzierung der Pflege muss solidarisch getragen werden. Menschen mit niedrigem Einkommen oder im Sozialleistungsbezug können sich eine solche private, individuelle Vorsorge nicht leisten. Sie dürfen nicht benachteiligt werden", sagt Maria Loheide, sozialpolitischer Vorstand des Diakonie Bundesverbandes am Donnerstag zum gestrigen Kabinettsentschluss zur ergänzenden Finanzierung der Pflegeversicherung.

Danach sollen Bürger, die eine private Pflegezusatzversicherung abschließen, zukünftig einen Zuschuss von monatlich fünf Euro unabhängig vom Einkommen erhalten. "Mit dieser Entscheidung drückt sich die Regierungskoalition vor der Aufgabe, die soziale Pflegeversicherung langfristig auf eine solide finanzielle Grundlage zu stellen und will privaten Versicherungsunternehmen einen neuen Milliardenmarkt erschließen", hebt Loheide hervor.

"Was wir brauchen, sind Strukturen, die das Pflegerisiko gerade auch für Menschen mit geringem Einkommen absichern. Deshalb muss bei den Überlegungen zur Finanzierung der Pflege ein gerechter und solidarischer Weg gefunden werden, der alle entsprechend ihrer finanziellen Leistungsfähigkeit einbezieht, der die Lasten gerecht verteilt und die Bemessungsgrundlage verbreitert", betont Loheide.

Der Evangelische Entwicklungsdienst (EED) und das Diakonische Werk der Evangelischen Kirche in Deutschland mit "Brot für die Welt" fusionieren im Jahr 2012 zum "Evangelischen Werk für Diakonie und Entwicklung". Die neue Dachorganisation besteht aus den zwei Werken "Brot für die Welt - Evangelischer Entwicklungsdienst" und "Diakonie Deutschland - Evangelischer Bundesverband".

Beide Werke nehmen unter dem Dach des "Evangelischen Werkes für Diakonie und Entwicklung" ihre Arbeit im Oktober 2012 in Berlin auf. Die Standorte Bonn und Stuttgart werden zu diesem Zweck aufgegeben.
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