Dienstag, 21. November 2017


  • Pressemitteilung BoxID 380309

AfA protestiert gegen Totalüberwachung

Regierung will Dauerüberwachung per Video am Arbeitsplatz ermöglichen!

Dresden, (lifePR) - Die gestern veröffentlichten Pläne der Bundesregierung zur Freigabe zur Videodauerüberwachung von Beschäftigten stoßen auf schärfste Kritik der AfA Sachsen. Die Arbeitnehmer Arbeitsgemeinschaft der SPD kritisiert die schwarz-gelben Vorstellungen zur Novellierung des Datenschutzes als "einen Grundanschlag auf Datenschutzstandards in Deutschland".

Aus den bisher bekannt gewordenen Vorstellungen des Gesetzentwurfs geht hervor, dass in Zukunft eine dauerhafte Videoüberwachung von Arbeitnehmern in Betrieben und Verwaltungen grundsätzlich möglich sein soll. In der Begründung wird darauf verwiesen, dass damit angeblich eine versteckte Videoüberwachung verboten werden soll. Dies ist aus Sicht des AfA-Landesvorsitzenden Sebastian Will jedoch nicht nur eine Mogelpackung, sondern direkte Irreführung der Bevölkerung. Denn die heimliche Überwachung per Video von Beschäftigten ist auch heute nicht erlaubt. Dort wo sie in den letzten Jahren bekannt geworden ist, führte sie immer zu großen Diskussionen. Beispiele Verkaufsketten oder Call-Center. Wenn es nach dem CDU/FDP-Gesetzentwurf geht, ist damit in Zukunft alles erlaubt, was nicht ausdrücklich verboten ist.

Sebastian Will: "Die Bundesregierung will der Öffentlichkeit weis machen, dass sie etwas Positives für die Arbeitnehmerdatensicherheit tut. Genau das Gegenteil aber ist der Fall." Die AfA Sachsen weist darauf hin, dass nach den aktuellen Plänen die Arbeitgeber dann legal die Beschäftigten dauerhaft überwachen. "Jeder weis, dass wir damit eine völlig veränderte Situation in den Betrieben und Unternehmen hätten. Schon durch das Wissen, dass man dauerhaft gefilmt werden darf, werden sich die Menschen natürlich anders verhalten. Das weckt schlimmste Befürchtungen. Damit werden für mich George Orwells Visionen vom Überwachungsstaat Wirklichkeit. Dass die ehemalige Bürgerrechtspartei FDP im Interesse ihrer Klientelpolitik jetzt die digitale Dauerkontrolle von Beschäftigten legalisieren will, zeigt deren politische Skrupellosigkeit. Dieses Gesetz darf nie Realität werden, "so der 42-Jährige Personalratsvorsitzende der Universitätsklinik Leipzig".

Diese Pressemitteilungen könnten Sie auch interessieren

Meisterfeier der Handwerkskammer Mannheim Rhein-Neckar-Odenwald 2017: Jahrgangsbeste des Jahres 2017 ist Konditorenmeisterin Kathrin Meyer aus Mühlheim

, Bildung & Karriere, Handwerkskammer Mannheim Rhein-Neckar-Odenwald

Als Jahresbeste von 489 frischgebackenen Jungmeisterinnen und Jungmeistern wurde im Rahmen der Großen Meisterfeier der Handwerkskammer Mannheim...

Meisterfeier der Handwerkskammer Mannheim Rhein-Neckar-Odenwald 2017

, Bildung & Karriere, Handwerkskammer Mannheim Rhein-Neckar-Odenwald

Mit dem von der in Mannheim ansässigen Inter-Versicherungsgruppe gestifteten „Innovationspreis 2017“ in Höhe von 1.500 Euro für den besten Jungmeister...

Digitalisierung der Kommunikation in Wirtschaft und Lehre

, Bildung & Karriere, Hochschule Worms

Die Digitalisierung ist einer der großen Megatrends unserer Zeit. Ob Industrie 4.0, private Kommunikation, oder die Hochschullehre, in den verschiedensten...

Disclaimer