Sonntag, 28. Mai 2017


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Keine Starts und Landungen bis Dienstag, 2 Uhr

(lifePR) (Langen, ) Aufgrund der aktuellen Entwicklung der Wetterlage sind die Lufträume der Flughäfen in Deutschland bis voraussichtlich Dienstag, 2 Uhr, geschlossen. Kurzfristige Änderungen sind je nach Wetterlage möglich.

Die Aschewolke, die durch den Ausbruch eines Vulkans auf Island entstanden ist, hat sich auch im deutschen Luftraum ausgebreitet. Dadurch wird auch der Flugverkehr in Deutschland massiv beeinträchtigt. Flüge nach Instrumentenflugregeln (IFR-Flüge) sind nur im oberen Luftraum (ab sechs Kilometern Höhe) möglich. Im unteren Luftraum kann die DFS nach den vorliegenden Wetterdaten im Moment keine Freigabe für IFR-Flüge erteilen. Damit finden an den deutschen Flughäfen bis auf weiteres keine Starts und Landungen statt. Ausnahme sind Flüge nach Sichtflugregeln (VFR-Flüge), die in niedriger Höhe erfolgen. Solche Flüge, die nicht unter der Kontrolle der DFS stattfinden, sind nach wie vor möglich; das Risiko dafür trägt der Pilot.

Aufgrund der Informationen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) hat die DFS entschieden, bis voraussichtlich Dienstag, 2 Uhr, keine IFR-Freigaben im unteren Luftraum zu erteilen. Eine Verlängerung oder vorübergehende Lockerungen dieser Maßnahme werden immer wieder überprüft. Dazu hat die DFS einen Krisenstab eingesetzt. Er berät sich regelmäßig mit den Experten von BMVBS, DWD, Bundesaufsichtsamt für Flugsicherung und Eurocontrol.

Da es sich bei der Aschewolke nicht um ein statisches Gebilde handelt und sich die Wetterlage ständig ändert, kann es sein, dass im Laufe des Tages die Lufträume an einzelnen Flughäfen vorübergehend wieder freigegeben werden können. Die DFS wird solche Öffnungen ermöglichen, wann immer sich die Gelegenheit dazu bietet. So haben die Fluggesellschaften die Chance, in diesen Zeitfenstern zumindest einzelne Flüge abzuwickeln.

Grundlage für die Entscheidungen des DFS-Krisenstabs sind die Veröffentlichungen des DWD, der sich wiederum auf die Informationen des "Volcanic Ash Advisory Centre" (VAAC) in London stützt. Das vom britischen Wetterdienst betriebene Institut ist eines von weltweit neun Beratungszentren, die die internationale Zivilluftfahrt-Organisation ICAO ins Leben gerufen hat. Das VAAC ist nach ICAO-Vorgabe verpflichtet, alle sechs Stunden seine Prognose zu aktualisieren und an die nationalen Wetterdienste weiterzuleiten. In Deutschland ist dies der DWD, der daraus Flugwetterwarnungen, so genannte "Sigmets", aufbereitet. Auf Basis dieser Sigmets entscheidet die DFS über die Regulierungsmaßnahmen in den betroffenen Lufträumen, die umgangssprachlich als "Sperrung" bezeichnet werden.

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