Sonntag, 22. Oktober 2017


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Deutsches Studentenwerk: "Regelmäßige Studierenden-Sozialstudie für alle Bologna-Länder"

Berlin, (lifePR) - .
- DSW: "EUROSTUDENT III zentrale Datengrundlage für soziale Dimension des Bologna-Prozesses"
- DSW-Präsident Rolf Dobischat fordert: Studie verstetigen und auf alle Bologna-Länder ausweiten - Kaum Chancengleichheit im europäischen Vergleich: Deutsches Hochschulsystem extrem sozial selektiv

Das Deutsche Studentenwerk (DSW) begrüßt die neue europäische Studierenden-Sozialstudie "EUROSTUDENT III (2005 - 2008)", die heute in Berlin vorgestellt wird, mit den Worten von Präsident Prof. Dr. Rolf Dobischat als "zentrale Datengrundlage dafür, wie die soziale Dimension des Bologna-Prozesses ausgestaltet werden muss". "Wir wissen jetzt mehr über die wirtschaftliche und soziale Lage der Studierenden in 23 von 46 Ländern des europäischen Hochschulraums. Das ist ein wichtiger Schritt, dem weitere folgen müssen", sagte Dobischat. Ziel müsse es sein, die zum dritten Mal durchgeführte Studie zu verstetigen und auf alle 46 Bologna-Länder auszuweiten, fordert Dobischat. "Die schätzungsweise 20 Millionen Studierenden sollen vom künftigen europäischen Hochschulraum alle gleich profitieren können; Mobilität in den Bologna-Staaten muss zum Beispiel für alle unabhängig von ihrer sozialen Herkunft möglich sein. Dazu brauchen wir weitere solche Sozialstudien", so Dobischat.

Wie bereits einige Medien vorab berichteten, schneidet das deutsche Hochschulsystem schlecht ab beim Anteil Studierender aus Arbeiterfamilien und beim Anteil Studierender, die über einen "nicht-traditionellen" Weg, etwa eine Berufsausbildung, an die Hochschulen gelangen. Während die Niederlanden, Spanien und Finnland die sozial offensten Hochschulsysteme haben, liegt Deutschland im Ländervergleich im letzten Drittel, nur noch vor Lettland, der Slowakei, Tschechien, Rumänien und Bulgarien. "Endlich für mehr Chancengleichheit zu sorgen und seine Hochschulen sozial öffnen, ist die vordringlichste Aufgabe der deutschen Bildungspolitik", kommentierte Dobischat mit Blick auf den gemeinsamen Bildungsgipfel von Bund und Ländern im Oktober.

Gemäß dem neuen "EUROSTUDENT III" liegen die Studierenden in Deutschland mit ihrer durchschnittlichen Studiendauer (5,6 Jahre) und ihrem durchschnittlichen Studienaufwand von 41 Stunden die Woche (für Studium und Nebenjob) im Mittefeld. Sie haben im Ländervergleich mit 750 Euro relativ hohe monatliche Einnahmen, allerdings ist der Elternanteil bei der Studienfinanzierung mit 58% relativ hoch. Die Miete ist für die Studierenden in der Mehrzahl aller untersuchten Länder der größte Ausgabenposten; er liegt gemessen an den Gesamtausgaben zwischen 45% in Schweden und 10% in Bulgarien, in Deutschland bei 37%.

Mehr Infos:

www.eurostudent.eu

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