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Pressemitteilung BoxID: 677735 (Deutsches Nationalkomitee des Lutherischen Weltbundes (DNK/LWB))
  • Deutsches Nationalkomitee des Lutherischen Weltbundes (DNK/LWB)
  • Podbielskistraße 164
  • 30177 Hannover
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  • Ansprechpartner
  • Florian Hübner
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Gemeinschaft erleben und vertiefen

Deutsche Delegierte werten LWB-Vollversammlung aus

(lifePR) (Hannover, ) Die Vollversammlung des Lutherischen Weltbundes (LWB) im Jahr des Reformationsjubiläums hat die LWB-Gemeinschaft gestärkt und vertieft, resümierte Landesbischof Gerhard Ulrich gestern anlässlich eines Nachbereitungstreffens in Hannover. „Wir kommen bereichert aus Namibia zurück mit neuer Motivation und neuer Kraft für unseren Auftrag. Und wir haben erfahren, wie verbindend unser Glaube auch bei aller Vielfalt und allen Unterschiedlichkeiten ist“, so der Vorsitzende des Deutschen Nationalkomitees des Lutherischen Weltbundes (DNK/LWB).

Bei dem Auswertungstreffen der deutschen Vollversammlungsdelegation wurde zudem mehrfach das reiche gottesdienstliche Leben der Vollversammlung gewürdigt. Andachten und Gottesdienste hätten die Kirchengemeinschaft erlebbar gemacht. Aber auch die thematischen Positionierungen und Beschlüsse seien richtungsweisend und ermutigend für die Kirchengemeinschaft gewesen, so der Tenor. Insgesamt 30 Beschlüsse fasste die Vollversammlung, u. a. zu Fragen der Religionsfreiheit, der Ordination von Frauen oder der Zerstörung der Schöpfung. „Der LWB hat auch schwierige Themen nicht gescheut, weder globale noch LWB-spezifische. Er hat sie in hoher Verbindlichkeit diskutiert und sich positioniert“, unterstrich Landesbischof Ulrich.

Von dem Hauptvortrag der Vollversammlung zeigten sich viele Delegierte auch noch nach fünf Monaten stark bewegt. Dr. Dennis Mukwege hatte von seiner Arbeit mit vergewaltigten Frauen im Kongo berichtet. Als ein Ergebnis des gestrigen Treffens wurden die Mitgliedskirchen und das DNK/LWB gebeten, verstärkt Projekte zu unterstützen, die Hilfe für traumatisierte Frauen bieten und Geschlechtergerechtigkeit fördern.

Einigkeit herrschte unter den Delegierten auch darin, dass die Frage des Völkermords in Namibia auf der Vollversammlung angemessen und würdig diskutiert wurde. Die verabschiedete Öffentliche Erklärung sei eine Ermutigung auch für die deutschen LWB-Mitgliedskirchen, weitere Schritte der Versöhnung zu gehen. Landesbischof Ulrich berichtete, dass ihm gegenüber auch der Sonderbeauftragte der Bundesregierung, Ruprecht Polenz, die wichtige Rolle der Kirchen für konkrete Versöhnungsschritte mit Namibia hervorgehoben hat. Ein Beispiel seien Begegnungsreisen von jungen Menschen aus Namibia und Deutschland.

Auf der Tagung wurde auch eine neue Publikation des DNK/LWB vorgestellt. Sie trägt den Titel: „Zwölfte Vollversammlung des Lutherischen Weltbundes. Nachlese & Dokumentation“. Das sechzehnseitige Heft wendet sich an Gemeinden und alle Interessierte. Es bietet Einblicke in die Themen, Vorträge und Diskussion der Vollversammlung und dokumentiert die Beschlüsse und Ergebnisse. Es kann kostenlos in der Geschäftsstelle des DNK/LWB bestellt oder im Internet heruntergeladen werden.

 

Deutsches Nationalkomitee des Lutherischen Weltbundes (DNK/LWB)

Das Deutsche Nationalkomitee des Lutherischen Weltbundes (DNK/LWB) vertritt die elf deutschen Mitgliedskirchen im Lutherischen Weltbund (LWB). Neben den sieben Gliedkirchen der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) - Bayern, Braunschweig, Hannover, Mitteldeutschland, Norddeutschland, Sachsen und Schaumburg-Lippe - gehören zum DNK/LWB: die Evangelisch-Lutherische Kirche in Baden, die Evangelisch-Lutherische Kirche in Oldenburg, die Evangelische Landeskirche in Württemberg und die Lutherische Klasse der Lippischen Landeskirche. Das DNK/LWB vertritt ca. 12,1 Millionen Gemeindeglieder. Vorsitzender des DNK/LWB ist der Leitende Bischof der VELKD, Landesbischof Gerhard Ulrich (Schwerin). Die Geschäftsstelle des DNK/LWB in Hannover leitet Oberkirchenrat Norbert Denecke. Der Lutherische Weltbund umfasst über 74 Millionen Gläubige in weltweit 145 Mitgliedskirchen aus 98 Ländern.