Dienstag, 21. Februar 2017


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Eigenkapitalausstattung: Deutsches Aktieninstitut ruft Politik zum Handeln auf

(lifePR) (Frankfurt, ) Entscheidungsträger dazu aufgerufen, verschiedene gesetzliche Rahmenbedingungen anzupassen. "Die Aktie muss als Finanzierungsinstrument attraktiver werden, damit die Innovationskraft und das Wachstum der deutschen Wirtschaft gestärkt wird", erläuterte Prof. Dr. h.c. Karlheinz Hornung, Präsident des Deutschen Aktieninstituts, anlässlich der heutigen Jahrespressekonferenz. Dieses Ziel müsse im politischen Prozess einen höheren Stellenwert erhalten als bisher.

Das Deutsche Aktieninstitut mahnte erneut an, die steuerliche Diskriminierung der Aktienanlage zu beenden. Aktienerträge würden derzeit mit rund 48 Prozent Steuern belastet, wohingegen Erträge aus Fremdkapital nur mit rund 26 Prozent besteuert würden. Grund sei, dass Aktionäre Gewinne, die bereits von den Steuern auf Unternehmensebene erfasst werden, im Rahmen der Abgeltungsteuer noch einmal versteuern müssen. "Der Koalitionsvertrag fordert völlig zu Recht eine Auseinandersetzung mit dem Problem dieser Doppelbesteuerung", erläuterte Hornung weiter. "Es müssen Wege gefunden werden, um die hieraus resultierende Diskriminierung des Eigenkapitals zu beenden." Die Diskussion um die Besteuerung von Kapitalerträgen müsse dazu viel stärker als bisher in eine Debatte um die volkswirtschaftliche Eigenkapitalbildung münden.

"Neben den Steuern gibt es eine Reihe weiterer Regulierungen, die die Attraktivität der Aktie beeinträchtigen", ergänzte Prof. von Rosen, geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Deutschen Aktieninstituts. So trete das Deutsche Aktieninstitut dafür ein, dass Lücken im Wertpapierhandelsgesetz geschlossen werden, die den unbemerkten Beteiligungsaufbau begünstigten. "Investoren und Unternehmen profitieren, wenn Transparenz über die Beteiligungsverhältnisse herrscht", kommentierte von Rosen diesen Wunsch. "Wir freuen uns daher, dass Minister Schäuble einen Gesetzesentwurf angekündigt hat, der diese Problematik aufgreifen soll."

Als weitere Beispiele für Defizite in den Kapitalmarktregeln nannte das Deutsche Aktieninstitut die Benachteiligung des Aktienbesitzes durch die internationalen Rechnungslegungsvorschriften insbesondere bei Versicherern sowie die im Rahmen der Revision der EU-Prospektrechtlinie von der EU-Kommission vorgeschlagene Haftung dafür, dass bereits die Zusammenfassung zum Prospekt eine voll informierte Anlageentscheidung ermöglicht.

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