April 2010 war zu warm, viel zu trocken und sehr sonnig

Deutschlandwetter im April 2010

(lifePR) ( Offenbach, )
Der April 2010 war in Deutschland sehr sonnenscheinreich und deutlich zu trocken. Das Temperaturen lagen über dem langjährigen Mittel - erreichten aber nicht den Rekordwert des Vorjahres. Die Osterfeiertage waren 2010 unbeständig und kühl. Im Vorjahr konnten die Deutschen die sonnenscheinreichsten und wärmsten Ostern seit Aufzeichnungsbeginn genießen. Deutlich schöner fielen die übrigen Aprilwochenenden aus. Hinzu kam: Die europaweiten Einstellung des Flugverkehrs infolge des Ausbruchs des isländischen Vulkans Eyjafjallajökull sorgte in Deutschland tagelang für einen Himmel ohne Kondensstreifen. Das meldet der Deutsche Wetterdienst (DWD) nach ersten Auswertungen der Ergebnisse seiner rund 2 100 Messstationen.

Temperaturen zunächst verhalten, am Monatsende recht warm

Mit 8,8 Grad Celsius (°C) fiel der April 2010 in Deutschland um 3,0 Grad kälter aus als der April 2009, lag aber noch um 1,4 Grad über Klimawert von 7,4°C. Zu Monatsbeginn verliefen die Temperaturen recht durchschnittlich: Tagsüber erreichten sie häufig 10 bis 15 und nur selten über 20°C; nachts lagen sie meistens um den Gefrierpunkt. Am 2. sank das Quecksilber im Süden gebietsweise nochmals in den zweistelligen Minusbereich. Oberstdorf meldete mit -12,8°C den tiefsten Wert. Auch zu Beginn der letzten Dekade des April traten nochmals mäßige Nachtfröste auf: Am 22. zeigte das Thermometer in Bad Königshofen im Kreis Rhön-Grabfeld -6,7°C und am 23. in Nürnberg-Netzstall unmittelbar über dem Erdboden -10,2°C. An den letzten Apriltagen herrschten dann zum Teil sommerliche Temperaturen.

Wie im Vorjahr ein erheblich zu trockener April

2010 blieb der April in Deutschland mit rund 23 Litern pro Quadratmeter (l/m²) um 60 Prozent unter dem Soll von 58 l/m². Damit verlief er sogar noch trockener als im Vorjahr. Die überwiegend nur in kleinen Mengen fallenden Niederschläge konzentrierten sich auf Karsamstag (3.) und Ostersonntag (4.) sowie den Beginn des zweiten Monatsdrittels. Ansonsten dominierten über Mitteleuropa Hochdruckgebiete. Das führte in großen Teilen Deutschlands zu einem erheblichen Niederschlagsdefizit. Extrem trockene Regionen gab es im ganzen Bundesgebiet, wobei Gottfrieding bei Landau an der Isar mit nur 2,2 l/m² besonders hervorstach. In Gebieten mit sandigen Böden, wie zum Beispiel in einem Streifen von der Lüneburger Heide über Sachsen-Anhalt bis zum südlichen Brandenburg, warnte der DWD Ende des Monats zeitweise mit der höchsten Warnstufe vor Waldbrandgefahr.

Viel Sonnenschein besonders im Küstenbereich

Der April, sonst oft ein recht wechselhafter Monat, präsentierte sich 2010 von seiner sonnigen Seite: Mit etwa 217 Stunden übertraf er sein Soll von 152 Stunden um 43 Prozent. Am meisten profitierte vom Sonnenscheinreichtum die gesamte Küstenregion von Ostfriesland bis nach Vorpommern mit den dazugehörigen Inseln. Benachteiligt waren vor allem Gebiete, die sich im Nordstau der Gebirge befanden.
Für die oben stehenden Pressemitteilungen, das angezeigte Event bzw. das Stellenangebot sowie für das angezeigte Bild- und Tonmaterial ist allein der jeweils angegebene Herausgeber (siehe Firmeninfo bei Klick auf Bild/Meldungstitel oder Firmeninfo rechte Spalte) verantwortlich. Dieser ist in der Regel auch Urheber der Pressetexte sowie der angehängten Bild-, Ton- und Informationsmaterialien.
Die Nutzung von hier veröffentlichten Informationen zur Eigeninformation und redaktionellen Weiterverarbeitung ist in der Regel kostenfrei. Bitte klären Sie vor einer Weiterverwendung urheberrechtliche Fragen mit dem angegebenen Herausgeber. Bei Veröffentlichung senden Sie bitte ein Belegexemplar an service@lifepr.de.