Deutscher Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V. legt Empfehlungen für die Weiterentwicklung der Aus- und Weiterbildung von Fachkräften und Lehrenden für den Bereich der Kindertagesbetreuung vor

(lifePR) ( Berlin-Mitte, )
Die Kindertagesbetreuung ist ein dynamischer und stark wachsender Teilarbeitsmarkt innerhalb der Kinder- und Jugendhilfe bzw. des Bildungssektors. Nicht nur aktuell, sondern auch in den kommenden Jahren wird ein erhöhter Fachkräfte- und Personalbedarf bestehen.

Aus Sicht des Deutschen Vereins für öffentliche und private Fürsorge e.V. ist dadurch ein Spannungsfeld zwischen notwendiger, qualitätssichernder Reglementierung und zunehmender Ausdifferenzierung des Arbeitsfeldes und des dazugehörigen Aus- und Weiterbildungssystems entstanden.

„Die Aus- und Weiterbildung im Bereich der Kindertagesbetreuung ist Ländersache. Die Länder haben diese gemäß ihrer Bedarfe zu gestalten, um ausreichendes und gleichzeitig gut qualifiziertes Personal zu gewinnen. Dabei ist es wichtig darauf zu achten, das bestehende Standards nicht unterlaufen werden. Was niemand wollen kann, ist ein Einstieg in eine De-Professionalisierung.“, sagt Michael Löher, Vorstand des Deutschen Vereins für öffentliche und private Fürsorge e.V.

Mit seinen Empfehlungen bietet der Deutsche Verein eine differenzierte Darstellung und Bewertung der aktuellen Struktur der Aus- und Weiterbildung im Bereich der Kindertagesbetreuung und formuliert zentrale Parameter zur Sicherstellung der Qualität und Steigerung der Attraktivität.

„Wenn wir mehr Anerkennung für den Beruf der Erzieherin und des Erziehers wollen, brauchen wir neben guten Arbeitsbedingungen in den Kindertageseinrichtungen auch ein klares und durchschaubares Aus- und Weiterbildungssystem“, so Löher weiter. Der Deutsche Verein spricht sich deshalb gegen eine weitere Fragmentierung aus und hält grundsätzlich an dem bestehenden dreistufigen System von berufsfach-, fach- und hochschulischer Aus- und Weiterbildung fest. Notwendig sei dabei die Gewinnung und Bindung von ausreichenden und gut qualifizierten Lehrkräften – denn hier bestehe ein eklatanter Mangel. Ziel müsse es außerdem sein, die Aus- und Weiterbildung für Erzieherinnen und Erzieher sozialpartnerschaftlich zwischen Ländern, Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertretungen und Ausbildungsstätten auszugestalten. Das bedeute auch, den Ausbildungsort Kindertageseinrichtung zu stärken. Schließlich fordert der Deutsche Verein die flächendeckende Einführung einer praxisintegrierenden, vergüteten Ausbildung als Regelangebot. Damit würde diese und letztlich der Beruf attraktiver.

Die Empfehlungen sind abrufbar unter https://www.deutscher-verein.de/de/uploads/empfehlungen-stellungnahmen/2020/dv-06-19_ausbildung-sozialpaed-fachkraefte-und-lehrende-ktb.pdf
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