lifePR
Pressemitteilung BoxID: 497413 (Deutscher Verband für Landschaftspflege e.V. (DVL))
  • Deutscher Verband für Landschaftspflege e.V. (DVL)
  • Promenade 9
  • 91522 Ansbach
  • https://www.lpv.de
  • Ansprechpartner
  • Nicole Menzel
  • +49 (981) 4653-3546

EEG 2014 verhindert Biogas aus Landschaftspflegematerial

(lifePR) (Schwäbisch Hall, ) Strom und Wärme aus Gülle, altem Gras und blühenden Pflanzen zu gewinnen - was könnte ökologisch sinnvoller sein? Und trotzdem - das Erneuerbare-Energien-Gesetz 2014 (EEG 2014), das am 01. August 2014 in Kraft tritt, verhindert gerade diesen Weg der Energiegewinnung. Fachleute aus dem gesamten Bundesgebiet konnten sich am 8. und 9. Juli auf der Fachtagung des Deutschen Verbandes für Landschaftspflege (DVL) überzeugen, dass es nicht an Technik oder Bereitschaft der Landwirte mangelt wohl aber am politischen Willen, diesen Weg zu beschreiten.

Ab August erhalten neue Biogasanlagen keine kostendeckende Vergütung mehr, wenn Sie Strom und Wärme aus landwirtschaftlichen Reststoffen wie dem Landschaftspflegematerial erzeugen. Und das obwohl die Vergärung deutlich aufwändiger, ökologisch sinnvoll und erklärtes Ziel im Koalitionsvertrag von 2013 ist.

"Landschaftspflegematerial und landwirtschaftliche Reststoffe dürfen nicht ungenutzt bleiben", betont Florian Meusel, stellvertretender Vorsitzender des Deutschen Verbands für Landschaftspflege. "Ein Rohstoff aus dem sich Strom und Wärme erzeugen lassen, darf nicht in die Kompostierung wandern und dort zusätzliche Kosten verursachen. Wir reden von Kreislaufwirtschaft, von dezentraler Energieerzeugung, Klimaschutz und einer Zero-Waste-Gesellschaft, dann fordere ich die Politiker auf auch entsprechend zu handeln!".

"Dem ländlichen Raum wird die Möglichkeit genommen, die Wertschöpfung aus nachhaltig erzeugter Biomasse, insbesondere Reststoffe aus der Tierhaltung und dem Ackerbau, weiter auszubauen", kritisiert der CDU-Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis Odenwald-Tauber Alois Gerig auf der Fachtagung das neue Gesetz.

Laut DVL mangelt es nicht an der Technik oder der Bereitschaft der Biogasanlagenbetreiber. Tüftler im Allgäu entwickelten eigens einen kleinen Häcksler, der das Landschaftspflegematerial zu vertretbaren Kosten zerkleinert.

Und der Einsatz von Gras aus Streuobstwiesen und Wasserschutzgebieten im Bodenseegebiet zeigt - der Energieertrag kann sich sehen lassen.

Ohne Unterstützung werden neue Biogasanlagen kein Landschaftspflegematerial wirtschaftlich vergären können. Für den DVL ist klar dass es wieder eine Förderung für die Vergärung von Landschaftspflegematerial geben muss - und wenn das mit der Novelle im Jahr 2017 der Fall sein wird.

Deutscher Verband für Landschaftspflege e.V. (DVL)

Der DVL ist Dachverband der 145 Landschaftspflegeverbände in Deutschland. Seit 2002 engagiert sich der DVL zum Thema Energie aus Landschaftspflegematerial. Bei der Einführung des Landschaftspflegebonus im EEG 2009 war der DVL maßgeblich beteiligt. Die Fachtagung "Biogas - aber natürlich!" greift die Ergebnisse des vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft über die Fachagentur Nachwachsende Rohstoff e.V. (FNR) geförderten Projektes "Mehr Landschaftspflegematerial in bestehende Biogasanlagen - Multiplikation von praxiserprobten Lösungsansätzen zur energetischen Verwertung ungenutzter Potenziale aus der Landschaftspflege" auf.

Weitere Informationen auf www.mulle.lpv.de

Für die oben stehenden Pressemitteilungen, das angezeigte Event bzw. das Stellenangebot sowie für das angezeigte Bild- und Tonmaterial ist allein der jeweils angegebene Herausgeber (siehe Firmeninfo bei Klick auf Bild/Meldungstitel oder Firmeninfo rechte Spalte) verantwortlich. Dieser ist in der Regel auch Urheber der Pressetexte sowie der angehängten Bild-, Ton- und Informationsmaterialien.
Die Nutzung von hier veröffentlichten Informationen zur Eigeninformation und redaktionellen Weiterverarbeitung ist in der Regel kostenfrei. Bitte klären Sie vor einer Weiterverwendung urheberrechtliche Fragen mit dem angegebenen Herausgeber. Bei Veröffentlichung senden Sie bitte ein Belegexemplar an service@lifepr.de.