Samstag, 16. Dezember 2017


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Koalitionsverhandlungen: Politik muss in allen Bereichen der Pflege mit höchster Priorität handeln

Berlin, (lifePR) - Der Deutsche Pflegerat erwartet von der künftigen Bundesregierung ein deutliches Signal und konkrete Vereinbarungen für eine spürbare Verbesserung der Arbeitsbedingungen der Menschen, die in der Pflege im Krankenhausbereich, bei den Hebammen sowie in der Altenpflege und Kinderkrankenpflege arbeiten. Im Vorfeld der anstehenden Koalitionsverhandlungen zu einer neuen Bundesregierung betonte Franz Wagner, Präsident des Deutschen Pflegerats, heute in Berlin:

„In der Gesundheitsversorgung und in der Pflege sind die Pflegefachpersonen die am meisten unterschätzte Ressource. Für eine zukunftsfeste und sichere Patientenversorgung sind sie jedoch unabdingbar. Ohne sie ist eine gute Versorgung nicht möglich.

Wir nehmen daher die Bundeskanzlerin in die Pflicht, ihre Erkenntnisse und Bekenntnisse vor der Bundestagswahl, für bessere Arbeitsbedingungen und für eine bessere Bezahlung des Pflegepersonals, jetzt in Taten umzusetzen. Die Pflege ist ein so wichtiges Thema, dass sowohl die Pflegebedürftigen als auch die Menschen, die in der Pflege arbeiten, zur Chefinnensache gemacht werden müssen.

Das Thema Pflege muss in den Koalitionsverhandlungen mit höchster Priorität behandelt werden. Es ist dringend erforderlich, in einer Gesamtschau die anstehenden Herausforderungen zu diskutieren und gangbare Lösungen zu entwickeln. Wir brauchen dringend Investitionen in die Qualifizierung für den Pflegeberuf und einen Neuzuschnitt der Aufgaben, die von Pflegefachpersonen wahrgenommen werden sollen. Die Umsetzung der Bildungsreform sowie der Pflegeberufereform sind existentiell für eine gute Pflege.

Umgehend brauchen wir eine sachgerechte Personalbemessung und wirksame Mittel gegen den Fachkräftemangel. Das sind bessere Arbeitsbedingungen, mehr Eigenverantwortung, mehr Mitarbeiter, eine bessere Bezahlung sowie ein besserer Qualifikationsmix.“

Deutscher Pflegerat e.V. - DPR

Der Deutsche Pflegerat e.V. wurde 1998 gegründet, um die Positionen der Pflegeorganisationen einheitlich darzustellen und deren politische Arbeit zu koordinieren. Darüber hinaus fördert der Zusammenschluss aus 16 Verbänden die berufliche Selbstverwaltung. Als Bundesarbeitsgemeinschaft des Pflege- und Hebammenwesens und Partner der Selbstverwaltung im Gesundheitswesen vertritt der Deutsche Pflegerat heute die insgesamt 1,2 Millionen Beschäftigten der Pflege. Über die berufliche Interessensvertretung hinaus ist der Einsatz für eine nachhaltige, qualitätsorientierte Versorgung der Bevölkerung oberstes Anliegen des Deutschen Pflegerats.

Präsident des Deutschen Pflegerats ist Franz Wagner. Vize-Präsidentinnen sind Irene Maier und Christine Vogler.

Mitgliedsverbände:

Arbeitsgemeinschaft christlicher Schwesternverbände und Pflegeorganisationen e.V. (ADS); AnbieterVerband qualitätsorientierter Gesundheitspflegeeinrichtungen e.V. (AVG); Bundesverband Lehrende Gesundheits- und Sozialberufe e.V. (BLGS); Bundesverband Geriatrie e.V. (BVG); Bundesverband Pflegemanagement e.V.; Deutscher Hebammenverband e.V. (DHV); Berufsverband Kinderkrankenpflege Deutschland e.V. (BeKD); Bundesfachvereinigung Leitender Krankenpflegepersonen der Psychiatrie e.V. (BFLK); Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe e.V. (DBfK); Deutsche Gesellschaft für Fachkrankenpflege und Funktionsdienste e.V. (DGF); Deutscher Pflegeverband e.V. (DPV); Katholischer Pflegeverband e.V.; Verband der Schwesternschaften vom Deutschen Roten Kreuz e.V. (VdS); Verband für Anthroposophische Pflege e.V. (VfAP); Vereinigung der Hygienefachkräfte der Bundesrepublik Deutschland e.V. (VHD) und Verband der Pflegedirektorinnen und Pflegedirektoren der Universitätsklinika e.V. Deutschland (VPU).

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