Dienstag, 23. Mai 2017


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Studie bestätigt: Erwerbsentscheidungen in der Familienphase prägen weitere Berufs- und Lebenswege von Frauen

dlv fordert breite Diskussion und Konsequenzen

(lifePR) (Berlin, ) "Mit der Geburt des ersten Kindes werden die Weichen für die Erwerbsbiografie gestellt. Viele Paare greifen auf die klassische Konstellation zurück: Mann arbeitet Vollzeit, Frau in Teilzeit. Was durch staatliche Rahmenbedingungen begünstigt ist, erweist sich aber im weiteren Leben von Frauen als individuelles Risiko hinsichtlich Erwerbsbeteiligung, wirtschaftlicher Unabhängigkeit oder Alterssicherung", fasst dlv-Präsidentin Brigitte Scherb die am Dienstag veröffentlichte Studie "Weichenstellungen für die Aufgabenteilung in Familie und Beruf" zusammen. Die Studie wurde im Auftrag des Bundesfamilienministeriums durch das Institut für Demoskopie Allensbach erarbeitet.

Dass diese wie in Stein gemeißelte Aufgabenteilung nicht bleiben muss, macht die Studie auch deutlich und stellt fest: Die Verhaltensmuster der Väter haben sich verändert, die Rahmenbedingungen aber noch nicht im gleichen Maße. Die Einstellungen des Arbeitgebers und die Vorgaben des Betriebs zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf seien hier von großer Bedeutung.

"Die Wünsche der Frauen und Männer gehen klar in Richtung partnerschaftliche Arbeitsteilung. Damit Frauen und Männer diesem Wunsch besser nachkommen können, muss es gelingen, die Erwerbsbeteiligung in der Familienphase durch bessere Rahmenbedingungen neu auszugestalten. Denn eines ist offensichtlich: Väter und Mütter wollen für ihre Kinder da sein. Aber eine Vollzeiterwerbstätigkeit beider Elternteile wird nicht die einzig mögliche Lösung für alle sein. Wir brauchen deshalb eine Familienarbeitszeit, die beiden Partnern wirtschaftliche Unabhängigkeit und ein eigenes Alterseinkommen sichert. Unsere bisherige Familienförderung und unser Steuersystem haben diese veränderten Wünsche und Anforderungen der jungen Generation bisher überhaupt noch nicht aufgegriffen. Hier ist die Bundesregierung gefordert, umgehend einen Prozess anzustoßen", so dlv-Präsidentin Scherb.

Deutscher LandFrauenverband e. V. (dlv)

Der Deutsche LandFrauenverband e.V. (dlv) ist der bundesweit größte Verband für Frauen, die auf dem Lande leben, und deren Familien. Ziel ist, die Lebensqualität und die Arbeitsbedingungen im ländlichen Raum zu verbessern. Der dlv vertritt die politischen Interessen aller Frauen in ländlichen Regionen und den Berufsstand der Bäuerinnen.

500.000 Mitglieder, 12.000 Ortsvereine, 22 Landesverbände bilden zusammen ein starkes Netzwerk. Der Verband nutzt seine gesellschaftliche Kraft, um die soziale, wirtschaftliche und rechtliche Situation der Frauen zu verbessern. Präsidentin ist Brigitte Scherb.

Eine der wichtigsten Aufgaben des dlv ist die Fort- und Weiterbildung. Über 115.000 Bildungsveranstaltungen, die im gesamten Bundesgebiet angeboten werden, vermitteln den Mitgliedern Kenntnisse für bürgerschaftliches und politisches Engagement. Der dlv ermöglicht berufliche Qualifizierungen, die den LandFrauen neue Erwerbschancen eröffnen.

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