UNESCO soll kulturelle Bildung wieder als eigenständigen Arbeitsbereich einrichten

Der Deutsche Kulturrat fordert die Bundesregierung auf, dem Thema kulturelle Bildung innerhalb der UNESCO besondere Aufmerksamkeit zu widmen

(lifePR) ( Berlin, )
Der Deutsche Kulturrat, der Spitzenverband der Bundeskulturverbände, hat immer wieder auf die Bedeutung der kulturellen Bildung für die Persönlichkeitsentwicklung jedes Einzelnen hingewiesen und die Stärkung der schulischen und außerschulischen Bildung eingefordert. Alle Kinder und Jugendlichen brauchen Zugang zu kultureller Bildung.

Mit Sorge stellt der Deutsche Kulturrat fest, dass kulturelle Bildung nach wie vor in der UNESCO kein eigenständiger Arbeitsbereich ist. Der Deutsche Kulturrat fordert die UNESCO als Weltbildungs- und -kulturorganisation auf, kulturelle Bildung wieder als eigenständigen Arbeitsbereich einzurichten und damit die kulturelle Bildung international zu stärken.

Im Jahr 2006 fand in Lissabon die erste Weltkonferenz zur kulturellen Bildung statt. Hier wurde die "Lissabon Road Map" zur kulturellen Bildung verabschiedet. Im Jahr 2010 fand in Seoul die zweite Weltkonferenz statt, auf der die "Seoul Agenda“ mit zehn Entwicklungszielen zur kulturellen Bildung verabschiedet wurde. Es ist an der Zeit, zu evaluieren, wie diese Entwicklungsziele in den UNESCO-Mitgliedstaaten umgesetzt wurden und welche neuen Anforderungen bestehen. Der Deutsche Kulturrat fordert daher, wie auch in der "Frankfurt Declaration“ (pdf) der internationalen Fachverbände der kulturellen Bildung 2019 formuliert, die UNESCO auf, zeitnah eine dritte Weltkonferenz zur kulturellen Bildung zu veranstalten.

Der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates, Olaf Zimmermann, sagte: "Auch wir sehen die angespannte finanzielle Lage der UNESCO durch den Ende 2018 vollzogenen Austritt der USA mit großer Sorge, wenn auch gesagt werden muss, dass die USA bereits seit 2011 ihren Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nachgekommen sind und deshalb die Situation leider nicht neu ist. Die prekäre finanzielle Situation der UNESCO darf aber nicht dazu führen, dass ein so zentrales Thema wie die kulturelle Bildung kein eigenständiger Arbeitsbereich mehr in der UNESCO ist. Außerdem ist es gerade heute wichtig, nach Lissabon 2006 und Seoul 2010, zeitnah eine dritte Weltkonferenz zur kulturellen Bildung auszurichten. Die Bundesregierung, die ohne Zweifel schon heute viele Mittel für die UNESCO bereitstellt, wird von uns aufgefordert, dem Thema kulturelle Bildung innerhalb der UNESCO besondere Aufmerksamkeit zu widmen. Da Deutschland nach Japan und China der drittgrößte Beitragszahler der UNESCO ist, würde sein Engagement für die kulturelle Bildung sicher in Paris deutlich wahrgenommen werden.“
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