Demografie und Gesundheitswirtschaft - gemeinsam gesund alt werden

(lifePR) ( Berlin, )
Die demografische Entwicklung - in Deutschland wie auch weltweit - bringt große Umbrüche mit sich. Für die Gesundheitswirtschaft sind sie oftmals positiv: Ein wachsender Anteil älterer Mitbürger hat eine größere Nachfrage nach Gesundheitsleistungen zur Folge. Das eröffnet neue Geschäftsfelder in der Gesundheitswirtschaft, wie etwa die (tele-) medizinische Versorgung dünn besiedelter Gebiete oder einen boomenden Export.

Insbesondere der zweite Gesundheitsmarkt wächst. Ausgaben in Höhe von bereits heute 60 Mrd. Euro pro Jahr in diesem nicht von Versicherungen finanzierten Bereich sprechen für sich. Um diese Entwicklung zu fördern, sind Transparenz und Flexibilität nötig: Die Kosten von Gesundheitsleistungen müssen dem Patienten bekannt sein, ebenso der Anteil, den die Kassen und Versicherungen im Rahmen der Versicherungspflicht - also des ersten Gesundheitsmarktes - übernehmen. Die Kassen müssen zudem schrittweise dazu übergehen, die Kosten zu erstatten, statt wie bislang starr vorgegebene Leistungen bereitzustellen. Das kann ohne Nachteile für die Versicherten geschehen. Private Ergänzungs- oder Aufstockungszahlungen müssen zugleich durchgängig möglich sein. Dann gibt es flexible Übergänge, Entscheidungsfreiheit des Einzelnen und Vielfalt im Angebot.

Wachsende Nachfrage und eine sinkende Zahl von Erwerbstätigen bedeuten zunehmende Fachkräfteengpässe. Gerade in der Gesundheitswirtschaft - sei es im Kernbereich der ambulanten und stationären Versorgung oder in Branchen wie dem Handel von Gesundheitsprodukten, der Pharmaindustrie oder der Medizintechnik - wächst die Sorge: 42 Prozent der Betriebe der Gesundheitswirtschaft sehen den Fachkräftemangel als größtes Risiko für ihre zukünftige wirtschaftliche Entwicklung an. Bei den Gesundheits- und Sozialen Diensten sind es sogar 68 Prozent.

Um den Fachkräftebedarf zu decken und angesichts des hohen Frauenanteils in einigen Branchen ist eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf besonders wichtig. Die Betriebe können ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern hier vielfältige Unterstützung anbieten. Auch ist in der Pflege mehr Ausbildung nötig; in diesem Zusammenhang sollte u. a. die Einführung eines bundeseinheitlich geregelten IHK-Pflegeberufs geprüft werden. Um die Potenziale von Fachkräften aus dem Ausland zu nutzen, sind zudem eine schnellere Anerkennung ausländischer Abschlüsse und sinnvolle Zuwanderungsregeln wichtig.

Ein weiterer wesentlicher Baustein wird sein, den Stellenwert von Prävention zu erhöhen und so die Beschäftigungsfähigkeit und Gesundheit der Mitarbeiter zu erhalten. Hier kommt der Gesundheitswirtschaft eine besondere Rolle als unterstützender Akteur zu. Sie ist aber auch selbst besonders stark von dem demografischen Wandel betroffen, wie etwa in der Pflege. Insbesondere KMU benötigen in diesem Bereich einfache, praktische Hilfen. Die IHKOrganisation bringt sich hierbei mit Unterstützungsangeboten und Informationen ein.

Die Gesundheitswirtschaft muss Kreativität zeigen, um die Herausforderungen zu meistern. Regionale Vernetzung aller Akteure ist dabei ein Schlüssel, um Hemmnisse zu überwinden und Effizienzreserven zu heben. Die Kooperation über die verschiedenen Berufsgruppen und Sektoren hinweg - Prävention, ambulante und stationäre Kuration und Rehabilitation - sowie zwischen Kommunen, Unternehmen und Kammern kann hier viel bewegen.
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