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Pressemitteilung BoxID: 169694 (Deutscher Industrie- und Handelskammertag)
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DIHK-Tourismusreport Sommer 2010: Branche optimistischer - Nachwuchs fehlt

(lifePR) (Berlin, ) Die Tourismusbranche in Deutschland schaut insgesamt zuversichtlich auf den Sommer 2010. Die Erwartungen liegen deutlich über denen des Vorjahres. Die Unternehmen der Branche investieren wieder mehr. In allen Sparten steigen vor allem die Budgets für Modernisierung und Ersatzbeschaffung. Der Beschäftigungsabbau ist gestoppt - in einigen Bereichen soll sogar wieder mehr eingestellt werden. Das sind die wesentlichen Ergebnisse des Tourimusreport Sommer 2010, den der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) heute in Berlin vorgelegt hat.

Die positive Entwicklung hat sich bereits im Winter/Frühjahr angedeutet. So haben im Gastgewerbe die Übernachtungszahlen in den ersten Monaten 2010 wieder angezogen. Für den Sommer erwarten die Unternehmen, dass sich der Trend fortsetzt. Dabei lässt die verbesserte allgemeine konjunkturelle Lage auch auf Entspannung im Geschäftsreisemarkt hoffen. Zudem profitiert das Gastgewerbe vom anhaltenden Trend zum Urlaub im eigenen Land und den wieder wachsenden Auslandsmärkten. Auch bei den Reiseveranstaltern überwiegt der Optimismus. Sogar die Campingbranche geht nach der Rekordsaison 2009 von weiteren Zuwächsen aus und will mehr Personal einstellen.

Die Preiskalkulation der Unternehmen für den Sommer ist unterschiedlich: Während Übernachtungen kaum teurer werden sollen, beabsichtigen ein Fünftel der Reiseveranstalter und der Busunternehmen die Preise zu erhöhen. Auch in der Gastronomie und im Campingsektor ist mit leichten Preissteigerungen zu rechnen.

Ein zunehmendes Problem im Gastgewerbe: Hier werden auf Grund des demografischen Wandels die Azubis knapp. 2009 konnten 43% der ausbildenden Unternehmen schon nicht mehr alle Ausbildungsplätze besetzen. Es droht somit ein erheblicher Fachkräftemangel, der vor allem in tourismusintensiven Regionen zu Qualitätsproblemen führen wird. In Mecklenburg-Vorpommern konnten sogar 77% der Ausbildungsbetriebe im Beherbergungsbereich nicht alle Lehrstellen besetzen! Vor diesem Hintergrund muss die Weiterbildung vorhandener Mitarbeiter für die Branche eine Top-Priorität werden, wenn sie im Rennen um gute Arbeitskräfte nicht als Letzter vom Feld gehen will. Erkannt haben dies aber bislang nicht alle: Von den gastronomischen Betrieben hat nur knapp jeder zweite ein Weiterbildungsbudget. Im Beherbergungssektor sind es immerhin knapp zwei Drittel.