DGB zum Equal Pay Day: Verdienste von Sachsens Frauen liegen in Ostdeutschland am weitesten hinter den Männern zurück

(lifePR) ( Berlin, )
Frauen in der Bundesrepublik verdienen im Schnitt 21 Prozent weniger als Männer. Umgerechnet heißt das: Sie arbeiten dieses Jahr bis zum 18. März unbezahlt. Sachsens Frauen liegen mit 18,7 Prozent in den neuen Bundesländern am weitesten hinter den Männern zurück. „Dafür gibt es keine vernünftige Begründung, und das muss sich grundlegend ändern“, sagte Sachsens DGB-Vize Anne Neuendorf zum Equal Pay Day 2019. „Wenn gleichwertige Arbeit nicht gleich bezahlt wird, entsteht für Frauen aus dieser Entgeltlücke eine Rentenlücke. Weil ihre tatsächlich erbrachte Arbeitsleistung nicht gezählt wird, bewegen sich viele direkt auf die Altersarmut zu“, kritisierte Neuendorf.

Bundesweit erhalten Frauen derzeit 53 Prozent weniger Rente als Männer. Der DGB ruft daher die Bundesregierung auf, dieser Ungleichheit Grenzen zu setzen: „Führen Sie die Grundrente ein, ohne Bedürftigkeitsprüfung!“, sagte Anne Neuendorf. „Packt die Politik das nicht an, wird es immer mehr Niedrigrenten geben, vor allem für Frauen, die besonders oft zu Dumpinglöhnen arbeiten müssen, betonte Neuendorf.

„Eine massive Rentenlücke für Frauen ist vermeidbar“, unterstrich die Gewerkschafterin. Neue Industriearbeitsplätze, die im Zuge der Umstrukturierung der Lausitz und Nordsachsens entstehen könnten, böten große Chancen, die nicht verspielt werden dürften. „Leistungsgerechte verlässliche Bezahlung, sozial abgesicherte Jobs und flexible Arbeitszeit-Angebote ermöglichen Frauen, bei Verdienst und Karriere mit Männern gleichzuziehen, wenn sie es wollen“, sagte Anne Neuendorf.

Den neuen Auskunftsanspruch über vergleichbare Gehälter und ein Rückkehrrecht von Teilzeit in Vollzeit nannte Neuendorf „wichtige Schritte des Gesetzgebers“. „Die entsprechenden Gesetze zur Entgelttransparenz oder zur Brückenteilzeit schließen bislang aber zwei Drittel der Frauen aus, weil ihre Unternehmen so klein sind, dass diese Regelungen dort gar nicht gelten. Hier muss die Politik nachschärfen: Ansprüche ausweiten auf alle Beschäftigten, mehr Verbindlichkeit und stärkere Sanktionen für Unternehmen, die noch nicht erkannt haben, dass mehr Lohngerechtigkeit allen nutzt!“, so Neuendorf.
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