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DDV plädiert für breit verankerte Investmentkultur

(lifePR) ( Frankfurt am Main, )
Der Deutsche Derivate Verband (DDV) appelliert an die verhandelnden Parteien einer zukünftigen Ampel-Koalition, die Weichen für eine breit verankerte Investmentkultur in Deutschland zu stellen.

„Wir begrüßen die Überlegungen, bei der staatlichen Altersvorsorge Wertpapiere zu berücksichtigen. Denn dadurch rückt die Frage einer Wertpapieranlage für immer mehr Menschen ins Blickfeld“, sagte Dr. Henning Bergmann, geschäftsführender Vorstand des DDV. Dies dürfe aber nicht mit einer schrittweisen Beschränkung der bisherigen Wertpapierberatung einhergehen. Nach Ansicht des DDV werde die Vielfalt der Beratungsangebote auch in Zukunft notwendig und gefragt bleiben, um private Vorsorge zu ermöglichen. Denn nur ein sehr begrenzter Teil der Anlegerschaft bevorzugt die Honorarberatung, für viele andere kommt ein solches Honorar nicht in Frage. „Wenn für möglichst viele Menschen die Tür zu Wertpapieranlagen offenstehen soll, muss es auch weiterhin einen ‚Sowohl-als-auch-Ansatz‘ bei der Anlageberatung geben. Nur so kann jede Anlegerin und jeder Anleger individuell entscheiden, welche Beratungsform am besten passt“, so Bergmann. Der DDV vertritt 15 führende Emittenten strukturierter Wertpapiere in Deutschland sowie 22 Fördermitglieder, darunter auch Direktbanken und Finanzportale. Der Verband vereint somit Anbieter von Anlageberatung in unterschiedlichen Formen sowie von beratungsfreiem Wertpapiergeschäft.

Der DDV spricht sich zudem für eine deutliche Erhöhung des Sparerpauschbetrags aus. 1993 lag der Freibetrag bei gut 3.000 Euro, heute beträgt er 801 Euro pro Person. Bergmann: „Wir brauchen mehr Freiraum für privaten Vermögensaufbau und -verwaltung, auch über die Zeit von Niedrigstzinsen hinaus.“ Von einer zusätzlichen Besteuerung von Kapitalerträgen und Transaktionen sollte nach Ansicht des DDV abgesehen werden. „Eine Finanztransaktionssteuer müsste letztlich von allen Anlegerinnen und Anlegern gezahlt werden, gerade auch bei der Altersvorsorge. Wir halten einen solchen Schritt daher für kontraproduktiv“, so Bergmann.
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