Donnerstag, 26. April 2018


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Erstmals finden "Aktionstage Gefängnis" in Deutschland statt

Berlin, (lifePR) - Versöhnen statt Strafen – die Katholische Bundes-Arbeitsgemeinschaft Straffälligenhilfe (KAGS) wollte im Jahr 1927 durch ihre Gründung die Lebenssituation von Gefangenen und deren Familien am Rande der Gesellschaft verbessern.

„Wir verbinden im Deutschen Caritasverband mit der KAGS die konkrete Begleitung von Menschen, die nach einer Straftat den Weg in ein gutes Leben zurück finden wollen und treten für die Verbesserung der politischen Rahmenbedingungen in der Rechts- und Sozialpolitik ein. So setzen wir uns auch für eine bessere rentenrechtliche Anerkennung der während der Gefängniszeit geleisteten Arbeit ebenso ein wie für tragfähige Konzepte der Resozialisierung”, betont Caritas-Präsident Peter Neher anlässlich des 90. Jubiläums der KAGS.

Im Strafvollzug und der Resozialisierung gibt es bis heute viele ungelöste Probleme. Dies gilt beispielsweise für Menschen, die eine kurze Freiheitsstrafe von unter sechs Monaten verbüßen müssen. Mit Hilfe von Beratungs- und Begleitungsangeboten fördert die KAGS die gesellschaftliche Teilhabe Gefangener und deren Familien.

In den vergangenen 90 Jahren hat sich die Arbeit der Dienste immer wieder verändert. Ein wichtiges Anliegen in all der Zeit war es stets, die Versöhnung von Tätern und Opfern zu ermöglichen und zu unterstützen. „Damals wie heute stellt sich die KAGS den Herausforderungen der Zeit. In der Tradition verwurzelt und vom christlichen Selbstverständnis der Nächstenliebe geprägt, treten wir aktiv ein für Integration statt Ausgrenzung und für Versöhnung statt Strafe “,  betont Lydia Halbhuber-Gassner, Vorsitzende der KAGS.

Erstmals finden in diesem Jahr ab 07. November die „Aktionstage Gefängnis“ in Deutschland statt. In einem breiten Bündnis von Wohlfahrtsverbänden, Einrichtungen, Betroffenenorganisationen, Wissenschaft, Anwälten und Gefängnisseelsorgerinnen und -seelsorgern organisiert die Straffälligenhilfe der Caritas diese Tage, die auf die Situation von Strafgefangenen aufmerksam machen wollen.

Die Katholische Bundes-Arbeitsgemeinschaft Straffälligenhilfe (KAGS) ist eine Fachorganisation im Deutschen Caritasverband. Die KAGS will die Ausgrenzung von straffällig gewordenen Menschen vermeiden und ihre Integration in die Gesellschaft fördern. Sie will darüber hinaus Strafe als Reaktion auf ein delinquentes Verhalten zurückdrängen und Formen der Versöhnung zwischen Tätern und Opfern unterstützen.

Mehr Informationen unter: www.kags.de
 

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