Montag, 23. April 2018


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Potenzial der Bibliotheken für Leseförderung von Kindern nutzen und stärken

Berlin, (lifePR) - Wie die Ergebnisse der internationalen Grundschul-Lese-Untersuchung (IGLU) zeigen, haben fast 20% der Viertklässler in Deutschland Probleme beim Lesen. Ein weiteres Ergebnis ist, dass in Deutschland immer noch die soziale Herkunft für den Bildungserfolg von Kindern letztendlich entscheidend ist.

Lesekompetenz als Grundlage jeder Bildung ist von ganz erheblicher Bedeutung. Hier spielen die Bibliotheken in kommunaler und freier Trägerschaft eine wichtige Rolle, denn sie unterstützen als außerschulische Bildungspartner seit langem die Grundschulen bei der Förderung der Lesekompetenz. Gerade für diejenigen Teile der Bevölkerung, für die der Zugang zu Bildung weder leicht noch selbstverständlich ist, sind gute Bibliotheksangebote bedeutsam: Denn zusätzlich zu ihrem großen Medienangebot bieten Bibliotheken für Kinder und deren Familien zahlreiche Veranstaltungen, Projekte und Programme an und erleichtern somit einen schwellenlosen Erstkontakt mit der Bibliothek.In den letzten Jahren haben die Bibliotheken in Kooperation mit der Stiftung Lesen vor allem den Bereich frühkindliche Leseförderung und Literacy-Erziehung für die unter Sechsjährigen ausgebaut, da bereits ab dem ersten Lebensjahr entscheidende Weichen für die Lesefähigkeit und das Sprachvermögen gestellt werden.

Barbara Lison, Bundesvorsitzende des Deutschen Bibliotheksverbands, fordert: „Um die Lesefähigkeit möglichst früh zu fördern, muss das Potential der Bibliotheken voll ausgeschöpft werden. Die Kooperation zwischen Grundschulen, Kitas und Bibliotheken muss dafür ausgebaut und auch finanziell gestärkt werden. Ziel muss sein, diese Kooperation in die Lehr- und Bildungsrahmenpläne jedes Bundeslandes als verbindliche Maßnahme für alle Klassenstufen einzubringen. Unter diesen Bedingungen kann die Zusammenarbeit vereinfacht und verstetigt werden, so dass möglichst alle Kinder in jeder Kommune von den Bibliotheksangeboten profitieren können.“

Deutscher Bibliotheksverband (DBV) e.V.

Der Deutsche Bibliotheksverband e.V. (dbv) vertritt mit seinen mehr als 2.100 Mitgliedern bundesweit rund 10.000 Bibliotheken mit 25.000 Beschäftigten und 11 Mio Nutzerinnen und Nutzern. Sein zentrales Anliegen ist es, Bibliotheken zu stärken, damit sie allen Bürgerinnen und Bürgern freien Zugang zu Informationen ermöglichen. Der Verband setzt sich ein für die Entwicklung innovativer Bibliotheksleistungen für Wissenschaft und Gesellschaft. Als politische Interessensvertretung unterstützt der dbv die Bibliotheken, insbesondere auf den Feldern Informationskompetenz und Medienbildung, Leseförderung und bei der Ermöglichung kultureller und gesellschaftlicher Teilhabe für alle Bürgerinnen und Bürger.

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