Dienstag, 19. Juni 2018


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HNO-Heilkunde in Mecklenburg-Vorpommern soll gefördert werden

Vertragsärzte stimmen für Honorarerhöhung

Grimmen, (lifePR) - Mecklenburg-Vorpommerns Vertragsärzte wollen die HNO-Heilkunde im Bundesland finanziell besserstellen. Dies beschloss die Vertreterversammlung (VV) der Kassenärztlichen Vereinigung am vergangenen Wochenende in Schwerin. Ein von den VV-Mitgliedern angenommener Antrag fordert eine Erhöhung des Regelleistungsvolumens für HNO-Ärzte noch in diesem Jahr.

Da in den vergangenen 15 Jahren im Gegensatz zu vielen anderen Fachgruppen bei den HNO-Ärzten eine stagnierende und teilweise sogar rückläufige Honorarentwicklung zu verzeichnen ist, so die Antragsteller aus den Reihen der Landesgruppe des HNO-Berufsverbandes, müssten die Quartalspauschalen dringend angehoben werden. Die partiellen Stützungen der Fachgruppe in der Vergangenheit hätten die Situation nicht nachhaltig verbessern können. Besonders die konservativ tätigen HNO-Ärzte - derzeit rund zwei Drittel der gesamten Fachgruppe im Norden - befänden sich in einer angespannten wirtschaftlichen Situation.

Dipl.-Med. Angelika von Schütz, Vorsitzende der Landesgruppe Mecklenburg-Vorpommern des HNO-Berufsverbandes, begrüßt die Unterstützung durch die Vertreterversammlung: "Bereits seit Jahren fordern wir ein Mindest-RLV von 41 Euro. Dass die Kolleginnen und Kollegen sich nun solidarisch mit unserer notleidenden Fachgruppe zeigen, ist ein wichtiges Signal an die KV-Führung. Dort müssen nun Vorschläge zur baldigen Umsetzung des Beschlusses vorgelegt werden."

Weiterhin verweist von Schütz auf die besondere Situation der HNO-Praxen: "Im Gegensatz zu anderen Fachgruppen gibt es für HNO-Ärzte keine zusätzlichen Vergütungsmöglichkeiten, wie beispielweise Präventionsleistungen. Zudem folgte auf die im vergangen Jahr neu eingeführten EBM-Ziffern zumindest in Mecklenburg-Vorpommern keine zusätzliche Vergütung. Der erhebliche Mehraufwand aufgrund der geforderten Dokumentation wurde nicht extra honoriert." Daher sehe man sich unter den aktuellen Bedingungen nur noch eingeschränkt in der Lage, den Versorgungsauftrag im vollen Umfang aufrechtzuerhalten. "Die Unterschreitung der bestehenden und gewohnten Behandlungsstandards ist für viele HNO-Praxen im Land unter betriebswirtschaftlichen Aspekten unumgänglich", warnt die Landesgruppenvorsitzende.

An der Vertretersammlung nahmen neben den VV-Mitgliedern auch rund 35 HNO-Ärzte aus ganz Mecklenburg-Vorpommern teil, um ihren Protest gegen die bestehende Honorarsituation zu bekunden. Hierzu hatte der Berufsverband im Vorfeld der Veranstaltung aufgerufen. Angelika von Schütz lobt den Einsatz der protestierenden Ärzte: "Mein Dank geht an die Kolleginnen und Kollegen, die uns unterstützt haben."

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