Lebensmittelsicherheit: Kühlkette darf nie abreißen

(lifePR) ( Berlin, )
Wie sicher sind unsere Lebensmittel, woran erkenne ich verdorbene Waren oder verstecken sich sogar gesundheitsschädliche Mikroorganismen oder Pestizide in unseren Nahrungsmitteln? Diese Fragen stellen sich viele beim täglichen Verzehr von frischen oder konservierten Lebensmitteln. Was der Verbraucher oft nicht weiß ist, welchen Weg das einzelne Lebensmittel hinter sich hat, bis es im Supermarktregal und letztendlich beim Endverbraucher auf dem Tisch landet.

Verdorbene Lebensmittel würde niemand freiwillig essen. Doch wie können Verbraucher oder Produzenten innerhalb der Lebensmittelkette erkennen, ob ein Produkt ungenießbar ist oder gar Krankheitserreger enthält. Der Gesetzgeber schreibt zwar bezüglich Lebensmittelsicherheit und Hygieneanforderungen strenge Vorgaben vor, dennoch zeigen immer wieder hochkochende Skandale, wie sensibel das Thema Umgang und Verarbeitung von Lebensmitteln ist. Die Folgen sind Verunsicherung der Verbraucher, Imageschaden der betroffenen Unternehmen oder einer ganzen Branche bis hin zum Konsumausfall.

In der Europäischen Union gelten einheitliche Rechtsvorschriften hinsichtlich der Lebensmittelsicherheit. Mit der EU-Verordnung 852/2004 sind die Hygienevorschriften in den Mitgliedsstaaten für die gesamte Lebensmittelkette von der Herstellung bis zum Verkauf der Produkte identisch geregelt. Die Unternehmen wenden dazu das HACCP-Konzept (Hazard Analysis and Critical Control Points) an. Mit dieser selbst verpflichtenden Eigenkontrolle der Lebensmittelhersteller soll die Lebensmittelsicherheit gewährleistet werden. Eine absolute Sicherheit gibt es allerdings nicht, da eine 100-prozentige Kontrolle auf Grund des Charakters der Lebensmittel nicht möglich ist. Wie wichtig die regelmäßige Qualitätskontrolle und Dokumentation seitens des Handels oder der Hersteller ist, zeigen die immer wieder aufkommenden Verzehrwarnungen und Rückrufe von Lebensmitteln aufgrund von Kontaminationen mit gesundheitsschädlichen Keimen oder einer chemischen Belastung.

Aufgrund der globalen Lieferketten werden vom Handel und den Lebensmittelproduzenten verstärkt mikrobiologische Kontrollen der Produkte vom Erzeuger bis hin zum Produzenten gefordert. Auch der Nachweis über eine lebensmittelunbedenkliche Verpackung ist für die Lebensmittelsicherheit von immenser Bedeutung. "Auf dem langen Weg von der Erzeugung, dem Transport, der Weiterverarbeitung der Lebensmittel bis hin ins Supermarktregal darf die Kühlkette nie abreißen", erklärt Ramona Ropte, Lebensmittelexpertin der Zertifizierungsstelle des TÜV Thüringen. "Was Produzenten und der Handel sehr viel besser im Griff haben, wird vom Konsumenten oftmals auf den letzten Metern vom Supermarkt hin in den heimischen Kühlschrank sträflich vernachlässigt. Ein Abriss der Kühlkette bei Tiefkühlware oder frischen Lebensmittel kann zur Bildung und Vermehrung gefährlicher Bakterien beziehungsweise krankheitserregender Mikroorganismen führen", so Ramona Ropte. Die Expertin empfiehlt die Verwendung von Kühltaschen oder Frostbeuteln.

Wird die Kühlkette einmal unterbrochen, kommt es bei den Lebensmitteln unweigerlich zu Einbußen der Qualität und Frische. Nicht nur der Geschmack, auch der Nährwert wird dadurch beeinträchtigt. Im schlimmsten Fall verderben die Lebensmittel schneller oder die angegebene Mindesthaltbarkeit wird nicht erreicht. Es ist daher ratsam, gekühlte und triefgefrorene Produkte möglichst am Ende des Einkaufs in den Korb zu legen und immer in geeigneten Tiefkühltaschen zu transportieren. Nach dem Einkauf sollte die Fahrt direkt nach Hause führen.

Bei der heimischen Weiterverarbeitung und Aufbewahrung von Nahrungsmitteln machen viele Konsumenten nach Erfahrung der Lebensmittelexpertin unbedarfte Fehler. "Oftmals befinden sich auf ungenügend gereinigten Schneidebrettern oder am Messer Keime und Bakterien, die beim Verarbeiten in unmittelbaren Kontakt zum Lebensmittel kommen und so die Haltbarkeit mindern auch das Auftauen von Fleisch und Fleischprodukten erfolgt oft nicht Lebensmittelgeeignet" so Ramona Ropte.
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