Montag, 27. Februar 2017


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Deutsche Milchproduktion ist wettbewerbsfähig

Martin van Driel spricht auf 1. Berliner Milchforum

(lifePR) (Berlin, ) Die schrittweise Anhebung der Milchquoten hat bisher EU-weit nicht zu einer Überlieferung der Quoten und damit zu Marktüberschüssen geführt. Vielmehr haben die Milchbauern in der EU im Jahr 2009 rund 5 Millionen Tonnen weniger Milch geliefert als sie von ihrer Milchquote her liefern dürften. Für das Jahr 2010 erwartet die EU-Kommission sogar eine Unterlieferung von rund 10 Millionen Tonnen. Dies erklärte Martin van Driel, Mitglied der Generaldirektion AGRI der EU-Kommission, auf dem 1. Berliner Milchforum vor 350 Teilnehmern in Berlin. Das 1. Berliner Milchforum wird vom Deutschen Bauernverband und dem Milchindustrieverband in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Raiffeisenverband und der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft durchgeführt.

Deutschland wird mit den Niederlanden und Dänemark eines von drei Ländern sein, die als einzige die Quote in 2010 überliefern werden. "Dies zeigt, dass Deutschland in der Milchproduktion wettbewerbsfähig ist", stellte van Driel fest. Er widersprach Behauptungen, dass der beginnende Ausstieg aus der Marktordnung den Strukturwandel beschleunige. Der Rückgang der Betriebe sei immer noch im gleichen Rahmen wie früher, hier sei keine Veränderung festzustellen. "Es ist unwahr, dass Familienbetriebe unter der Liberalisierung des Milchmarktes stärker leiden. Insbesondere die deutschen Betriebe haben Standortvorteile", stellte der EU-Kommissionsbeamte fest. In der Milchkrise 2008 sei die deutsche Produktion sogar angestiegen, wogegen Länder mit größeren Einheiten die Produktion zurückfahren mussten.

In der Krise habe auch das EU-Sicherheitsnetz aus privater Lagerhaltung und Intervention den Bauern geholfen. Es sei aber nicht der Sinn eines Sicherheitsnetzes den Preis auf einem höheren Niveau als die Produktionskosten zu halten. Ein Sicherheitsnetz diene dazu, den Milchbauern die schwierige Marktsituation überwinden zu helfen und vor "Massenpleiten" zu bewahren. Dies sei gelungen, stellte van Driel fest.

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