Freitag, 22. September 2017


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DBV-Fachausschuss Milch diskutiert Marktlage und aktuelle Tierschutzdebatte

Zusatzanforderungen mit Außenmaß entwickeln

Berlin, (lifePR) - Die Milchpräsidenten der Landesbauernverbände erörterten in dieser Woche beim Fachausschuss Milch des Deutschen Bauernverbandes (DBV) die angespannte wirtschaftliche Lage im Milchsektor und die auch für den Milchviehbereich relevante Debatte über die Tierhaltung in Deutschland.

Parallel zur aktuell unbefriedigenden Entwicklung der Märkte wird in Deutschland im Rahmen der Tierschutzdebatte zunehmend auch die Nutztierhaltung von Rindern in Frage gestellt. Hierzu DBV-Milchpräsident Udo Folgart: "Die zum Teil unsachlich geführten Auseinandersetzungen verdeutlichen, wie bestimmte Gruppierungen und Parteien versuchen, auf Kosten der Tierhalter Stimmung zu machen. Den Landwirten fehlt im Moment ein klares Bekenntnis politischer Entscheidungsträger zur flächendeckenden Milchviehhaltung in Deutschland. Für uns Milchbauern bedeutet die Diskussion, dass wir klarer kommunizieren müssen, wie die Haltung von Rindern in Deutschland tatsächlich aussieht. Hierzu werde derzeit am Nachhaltigkeitsmodul von QM-Milch gearbeitet, welches insbesondere als Möglichkeit verstanden werden sollte, unsachlichen Debatten mit Fakten aus der Praxis begegnen zu können.

Hierzu tauschten sich die Milchpräsidenten mit Wissenschaftlern aus, die an Projekten und Gutachten zum Tierwohl von Milchkühen arbeiten. Ganz im Sinne des Mottos des anstehenden Bauerntages "Veränderung gestalten" zeigten sich die Milchbauern bereit, sich der gesellschaftlichen Diskussion zu stellen und Problembereiche in der Milchviehhaltung anzugehen. "Landwirte dürfen dabei jedoch weder von Politik, noch von Marktpartnern überfordert werden", so Folgart abschließend. Steigende Anforderungen und gleichzeitig sinkende Milchauszahlungspreise würden demzufolge nicht harmonieren.

Zur derzeitigen Situation auf dem Milchmarkt wurden mögliche politische Handlungsoptionen beleuchtet. Diese werden während der Sitzung des DBV-Präsidiums anlässlich des Deutschen Bauerntages 2015 in Erfurt besprochen.

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