Dienstag, 23. Mai 2017


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30. Milchquotenbörse: Quotenangebot erreicht Rekordhoch

Gleichzeitig Quotenpreise auf historisches Tief gefallen

(lifePR) (Berlin, ) Der Preis für Milchquoten ist bei der 30. Milchbörse am 1. April 2010 auf ein historisches Tief gesunken. Der Deutsche Bauernverband (DBV) ermittelte einen gewogenen Durchschnittspreis für Deutschland von 11 Cent je Kilogramm. Dieser stellt damit den niedrigsten Quotenpreis seit Einführung der Börse im Jahr 2000 dar. Im Vergleich zum letzten Handelstermin ist dieser um 7 Cent je Kilogramm zurückgegangen. Für den Übertragungsbereich West wurde ein Handelspreis von 11 Cent pro Kilogramm ermittelt. Im Vergleich zum Novembertermin sank dieser um 9 Cent je Kilogramm. Der Handelspreis für den Übertragungsbereich Ost lag bei 7 Cent pro Kilogramm. Damit ist dieser gegenüber dem Novembertermin um 4 Cent pro Kilogramm gefallen.

In Deutschland wurden insgesamt ca. 178 Millionen Kilogramm Milchquote gehandelt. Das Gesamtangebot erreichte in Deutschland mit cirka 403 Millionen Kilogramm ein Rekordhoch. Hingegen wurden nur cirka 195 Millionen Kilogramm nachgefragt. Im Vergleich zu den Nachfragemengen der letzten Jahre lag diese im unteren Drittel. Die Auswertung der einzelnen Übertragungsstellen zeigte, dass insbesondere in Sachsen-Anhalt das Angebot an Milchquoten 10 Mal so hoch war wie die Nachfrage. Auch in Brandenburg, Hessen, Thüringen und Baden-Württemberg wurde mehr als vier Mal so viel angeboten als nachgefragt.

Die Auswertung der Milchquoten-Zu- und Abgänge der einzelnen Übertragungsstellen des Übertragungsbereiches West zeigte eine deutliche Quotenwanderung in Richtung Niedersachsen; aber auch Nordrhein-Westfalen hat Quoten hinzugewonnen. Im Übertragungsbereich Ost sind die Milchquoten nach Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen gewandert.

Die Anzahl der Nachfrager war mit 3.086 Nachfragern die Zweitniedrigste seit Einführung der Milchbörse im Jahr 2000. Davon waren 98 Prozent erfolgreich. Auch die Anzahl der Anbieter ist mit 4.742 Anbietern auf ein niedriges Niveau gesunken. Lediglich 56 Prozent der Anbieter konnten erfolgreich ihre Milchquoten veräußern.

Der DBV sieht den Rückgang der Quotenpreise als deutliches Zeichen im Hinblick auf das Ende der Milchquotenregelung am 31. März 2015. Aufgrund des hohen Überangebots an nicht verkaufter Milchquote in Höhe von cirka 224 Millionen Euro ist auch im Hinblick auf den nächsten Börsentermin mit einem Rückgang der Quotenpreise zur rechnen.

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