DAVE-Ausblick 2018: Steigende Preise durch hohen Nachfrageüberhang in allen Immobilienklassen bei gleichzeitig dynamischem Markt

(lifePR) ( Stuttgart, )

Geringe Neubautätigkeit bei knappem Flächenangebot
Wertstabilität weithin dominierendes Anlagemotiv
Trend: Vermischung der Assetklassen


DAVE, der Zusammenschluss von elf deutschlandweit aktiven Immobilienberatungsunternehmen, erwartet für das Jahr 2018 weiter steigende Preise aufgrund eines hohen Nachfrageüberhangs in allen Immobilienklassen. Matthias Wirtz, DAVE-Partner, KSK-Immobilien Köln: „Dazu trägt nicht zuletzt die geringe Neubautätigkeit bei einem gleichzeitig sehr knappen Flächenangebot bei. Vor diesem Hintergrund ist für Investoren nach wie vor die Wertstabilität von Immobilien und die mögliche Realisierung von Gewinnen durch aktives Asset Management das dominierende Anlagemotiv.“

Demografisch sich positiv entwickelnde Standorte bleiben auch dieses Jahr im Anlegerfokus. Value Add und opportunistische Produkte, also Immobilien mit Wertsteigerungspotenzialen, sind nach wie vor stark gesucht. Peter Schürrer, DAVE-Geschäftsführer, Schürrer & Fleischer Stuttgart: „2018 wird die Dynamik auf dem Markt anhalten, da das niedrige Zinsumfeld wahrscheinlich bestehen bleibt und Immobilien aufgrund mangelnder Kapitalanlagealternativen für Anleger immer noch renditestarke Investitionen darstellen. Auch wenn sich die Renditekompression bei allen Immobilienklassen fortsetzen wird. Eine erhöhte Nachfrage ausländischen Kapitals wird auch dieses Jahr erwartet.“

Nicht nur aufgrund des Produktmangels ist nach Angaben von DAVE bei Investoren ein verändertes Anlageverhalten entstanden. Jens Lütjen, DAVE-Partner, Robert C. Spies Hamburg und Bremen: „Obwohl Büroimmobilien die gefragteste Anlageklassen bleiben, setzt sich der Trend fort, bei dem eine Vermischung der Assetklassen zu verzeichnen ist. Damit geht ein hoher Anspruch an die Flexibilität des Investments einher. Im Ergebnis sehen wir eine steigende Produktvielfalt. Kreativität bei der Stadtentwicklung und zunehmender Verdichtung bleiben deswegen für Architekten und Projektentwickler als auch beratende Immobilienunternehmen das Maß der Dinge. Immobilienklassen zueinander zu führen, architektonisch hervorragend ´einzukleiden´ und Erlebniswelten zu schaffen sind die aktuellen Benchmarks.“

Um Immobilienstandorte weiterhin attraktiv zu gestalten sind laut DAVE auch die Kommunen gefragt. Axel Quester, DAVE-Partner, Armin Quester Immobilien Duisburg: „Hauptaufgabe und Risiko sehen wir vor allem im Bereich Infrastruktur. Marode Brücken, Autobahnen und Straßen können Standorte negativ beeinträchtigen.“ „Hilfreich wäre zudem, wenn Lösungen gefunden würden, um Genehmigungsprozesse zu beschleunigen“, ergänzt Wirtz.

„Deutschland bietet auch 2018 wieder interessante Immobilienanlagen durch die hohe regionale Vielfalt und eine zunehmende Produktbreite. Zudem eignen sich Immobilien dazu ´unternehmerisch´ zu investieren, sprich das Wertsteigerungspotenzial durch beispielsweise die Durchführung von Revitalisierungen oder marktgerechte Umwidmungen zu realisieren“, so Keussen, DAVE-Partner, Rohrer Immobilien München.

Wohnimmobilien

Auch im Jahr 2018 wird ein hoher Nachfrageüberhang bei Wohnimmobilien zu verzeichnen sein. Gerade Objekte mit einem Volumen zwischen 10 und 100 Millionen Euro in demografisch wachsenden Standorten sind bei in- und ausländischen Investoren sowie Family Offices stark gefragt. Die Nachfrage weitet sich zunehmend auf gut angebundene B- und C- sowie auf das Umland von A-Standorten aus. Die Mieten befinden sich auf einem hohen Niveau und steigen vereinzelt.

Büroimmobilien

Aufgrund der hohen Nachfrage bei einem überschaubaren Neubauangebot lässt die Leerstandsquote in A- und B-Standorten auf ein teilweise ungesundes Maß sinken. Dementsprechend sind steigende Mieten zu erwarten, und die Bereitschaft und der Mut für spekulative Neubauten an A- und B-Standorten nimmt spürbar zu. Für 2018 ist mit weiter leicht fallenden Renditen zu rechnen. Die Kaufpreisfaktoren werden nicht mehr so stark steigen wie im Vorjahr, sie haben sich auf einem hohen Niveau eingependelt.

Einzelhandelsimmobilien

Seitens der Mieter von Einzelhandelsimmobilien ist eine erhöhte Verhandlungsbereitschaft und Flexibilität zu registrieren, gerade auch im Hinblick auf die Drittverwendungsfähigkeiten. Auch 3- bis 5-Jahresverträge werden in den Top-Lagen opportuner. Dies gilt nicht für den Lebensmitteleinzelhandel oder Fachmärkte. Die Konkurrenz durch den Online-Handel führt weiterhin zu einer steigenden Kreativität bei den Konzepten des stationären Handels. Hier sind zunehmend Erlebniswelten und Cross-Channel-Strukturen in den Citybereichen gefragt.

Logistikimmobilien

Treiber der Entwicklung im Bereich Logistikimmobilien ist der Online-Handel. Die Anlageklasse hat sich dementsprechend am Markt behauptet und wird weiterhin für Investoren zunehmend attraktiver. Aufgrund dieser hohen Akzeptanz des Produktes steigt die Zahl der Anleger, die sich mit Logistik- und Industrieimmobilien auseinandersetzen, so dass 2018 von erhöhten Preisen und einem weiteren Nachgeben der Renditen auszugehen ist.
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