Mittwoch, 20. September 2017


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Lungenembolie - erste Anzeichen ernst nehmen

Bad Bertrich, (lifePR) - Eine Venenthrombose ist gefährlich. Denn wenn das Blutgerinnsel aus den tiefen Bein- und Beckenvenen zum Herzen und von dort in die Gefäße der Lungen vordringt und sie verstopft, kann es zur lebensbedrohlichen Embolie kommen. Der 35-jährige CDU Politiker Philipp Mißfelder ist am 13. Juli 2015 daran gestorben.

Thrombosen im Vorfeld zu verhindern oder sie rechtzeitig zu diagnostizieren, ist nicht einfach. "Sie verlaufen häufig beschwerdefrei oder verursachen ganz alltägliche Symptome, die nicht ernst genommen werden. Deswegen kann jeder- auch ein junger Mensch- plötzlich eine Lungenembolie erleiden und daran versterben. Bei ersten Anzeichen einer oberflächlichen oder tiefen Beinvenenthrombose sollte darum unbedingt ein Venenspezialist (Phlebologe) aufgesucht werden", empfiehlt Petra Hager-Häusler, Geschäftsführerin der Deutschen Venen-Liga e.V. (DVL), einer der größten Patientenorganisationen Deutschlands, die es sich seit über 25 Jahren zur Aufgabe gemacht hat, über Venenerkrankungen, wie Krampfadern, Thrombosen oder Venenentzündungen, aufzuklären.

Diese Symptome können auf eine Thrombose hinweisen:

- Muskelkaterartige Wadenschmerzen

- Schwellung und Umfangszunahme einer Extremität, entweder des Unterschenkels oder des gesamten Beines

- Zunahme der Beschwerden im Stehen, Besserung im Liegen

- Vermehrte Venenzeichnung der Oberflächenvenen

- Überwärmung

- gespannte Glanzhaut

- Wadendruckschmerz (Lowenberg - Zeichen)

- Wadenschmerzen beim Fußstrecken (Hohmann - Zeichen)

- Fußsohlenschmerz beim Druck auf die innerer Fußsohle (Payr-Zeichen)

- Erhöhung der Entzündungswerte im Blut (Infektion)

"Patienten mit Krampfadern und Frauen, die Anti-Baby-Pille nehmen, haben ein vielfach erhöhtes Thromboserisiko. Deshalb raten wir allen Betroffenen zur frühzeitigen Venentherapie. Mit moderner Ultraschalldiagnostik kann die Thrombose bestätigt oder ausgeschlossen werden. In seltenen Fällen ist zusätzlich eine Röntgenuntersuchung der Beinvenen (Phlebographie) erforderlich. Und bei längeren Auto- und Busreisen oder auf Langstreckenflügen sollten präventiv Kompressionsstrümpfe getragen werden", rät DVL-Präsident Dr. Michael Wagner. Allein in Deutschland sterben jährlich ca. 100.000 Menschen infolge von Venenthrombosen. Europaweit sind es über 500.000.

(Quelle: Der Chirurg 7/2007)

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