Am 25. Mai startet das Lyriktelefon

Eine Kooperation des Schauspiels Stuttgart mit dem Deutschen Literaturarchiv Marbach

(lifePR) ( Marbach, )
Krisenzeiten sind Hochzeiten der Nachbarschaftshilfe: Für das Lyriktelefon kooperiert das Schauspiel Stuttgart mit dem Deutschen Literaturarchiv Marbach, das vom 23. Mai an im Literaturmuseum der Moderne die Ausstellung ›Hölderlin, Celan und die Sprachen der Poesie‹ zeigt. So stehen im Lyriktelefon Dichterinnen und Dichter im Vordergrund, deren Handschriften in Marbach zu sehen sind: Neben Friedrich Hölderlin und Paul Celan werden das u.a. sein: Nelly Sachs, Gertrud Kolmar, Rainer Maria Rilke, Hilde Domin und Else Lasker-Schüler. Von Montag bis Freitag, 17 bis 19 Uhr, ist das Lyriktelefon aktiv: Zuhörerinnen und Zuhörer können online kostenlos einen Termin buchen, an dem sie angerufen werden möchten, und ihre Telefonnummer hinterlassen. Die Schauspielerinnen und Schauspieler rufen sie zum verabredeten Zeitpunkt an, um ihnen eine Auswahl von Gedichten persönlich am Telefon vorzulesen.

Anfang des 20. Jahrhunderts wurde das Théâtrophone berühmt: Mit Hilfe des Telefons wurden damals Opern- und Theateraufführungen in die Salons des Pariser Bürgertums übertragen – live. Nicht nur der Schriftsteller Marcel Proust gehörte zu den begeisterten Zuhörern dieses telefonischen Theaters. Dial-A-Poem nannte der amerikanische Performancekünstler und Lyriker John Giorno 1968 seine Aktion, bei der auf Tonbändern aufgenommene Gedichte telefonisch abgehört werden konnten. In Zeiten reduzierter sozialer Kontakte, in denen unsere Bühnen geschlossen sind, entdecken wir das Telefon als künstlerisches Medium wieder. Am Lyriktelefon lesen Schauspielerinnen und Schauspieler des Schauspiels Stuttgart Zuhörerinnen und Zuhörern live Gedichte vor. Der Fernsprecher imaginiert persönliche Anwesenheit. So werden die eigenen vier Wände zum Raum für Fantasien, ja zur Bühne.

Vom 25. Mai 2020 an lesen Anke Schubert, Katharina Hauter, Klaus Rodewald und Elmar Roloff eine Woche lang Gedichte von Friedrich Hölderlin und der Nobelpreisträgerin Nelly Sachs. In der folgenden Woche geht es weiter mit Gedichten von Paul Celan und Gertrud Kolmar. Ab Montag, 25. Mai 2020, immer Montag bis Freitag, 17 bis 19 Uhr:

Das aktuelle Wochenprogramm und Informationen zu den gelesenen Gedichten finden Sie jeweils unter
www.schauspiel-stuttgart.de/spielplan/monatsplan/lyriktelefon sowie www.dla-marbach.de. Kostenlose Termine buchen Sie online unter www.schauspiel-stuttgart.de/spielplan.

Textauswahl: Ingoh Brux (Schauspiel Stuttgart), Christina Schlögl (Schauspiel Stuttgart) und Jan Bürger (Deutsches Literaturarchiv Marbach)

Eine Kooperation des Schauspiels Stuttgart mit dem Deutschen Literaturarchiv Marbach
Für die oben stehenden Pressemitteilungen, das angezeigte Event bzw. das Stellenangebot sowie für das angezeigte Bild- und Tonmaterial ist allein der jeweils angegebene Herausgeber (siehe Firmeninfo bei Klick auf Bild/Meldungstitel oder Firmeninfo rechte Spalte) verantwortlich. Dieser ist in der Regel auch Urheber der Pressetexte sowie der angehängten Bild-, Ton- und Informationsmaterialien.
Die Nutzung von hier veröffentlichten Informationen zur Eigeninformation und redaktionellen Weiterverarbeitung ist in der Regel kostenfrei. Bitte klären Sie vor einer Weiterverwendung urheberrechtliche Fragen mit dem angegebenen Herausgeber. Bei Veröffentlichung senden Sie bitte ein Belegexemplar an service@lifepr.de.