Video-Chat mit dem Arzt - gut oder schlecht?

Die Deutsche Rheuma-Liga erarbeitet ihre Positionen zu digitalen Gesundheitsdiensten

(lifePR) ( Bonn, )
Ob Informationsportale, Gesundheits-Apps oder Videosprechstunden beim Arzt: Digitale Gesundheitsdienste sind nicht mehr aufzuhalten. In vielfältigen Formen kommen sie derzeit auf dem Markt. Die Deutsche Rheuma-Liga unterstützt diese Entwicklungen grundsätzlich – wenn die Patienten dabei im Mittelpunkt stehen, ihre Interessen vorrangig sind und ihre Rechte beachtet werden. Das hat die Deutsche Rheuma-Liga jetzt in einem Positionspapier festgehalten.

Beispiel Telemedizin: Besonders in ländlichen Gebieten steht zur Diskussion, ob Ärzte auch per Online-Videoübertragung mit ihren Patienten sprechen können. Die Position der Rheuma-Liga: Für die Diagnose einer rheumatischen Erkrankung und die Therapieentscheidung ist der persönliche Kontakt zum Rheumatologen zwingend notwendig. Eine telemedizinische Verlaufskontrolle hingegen könnte den Versorgungsalltag für chronisch kranke Menschen erleichtern.

Auch Fitness- und Gesundheitsapps überschwemmen derzeit den Markt. Nach Schätzungen gibt es bereits über 100.000 Gesundheits-Apps. Während Medizin-Apps zum Beispiel für die Kontrolle von Vitalfunktionen dem Medizinproduktegesetz unterliegen, gibt es für Gesundheits-Apps keine Regulierung. Die Forderung der Rheuma-Liga: Um den Markt für Nutzer transparenter zu machen, müssen Qualitäts- und Sicherheitsstandards entwickelt werden. Datenschutzrechte und personenbezogene Zugriffsrechte sind eine Voraussetzung, um das Missbrauchspotenzial der Daten durch Dritte zu verringern.

Drittes Beispiel: Krankenversicherer denken über Telematik-Tarife nach. Die Deutsche Rheuma-Liga kritisiert solche Pläne, die ausschließlich gesunde Menschen belohnen. Chronisch Kranke werden bei solchen Plänen per se ausgeschlossen. Das Solidarprinzip der Gesetzlichen Krankenversicherung darf nicht ausgehöhlt werden.

Auch im Internet gibt es immer mehr Gesundheitsinformationen von privaten Anbietern. Doch die Informationen sind in der Regel interessengeleitet. Oft ist der Hintergrund der Portale nicht zu erkennen. Hier würde ein nationales, unabhängiges Patienteninformationsportal helfen, das Informationen bündelt, Akteure vernetzt und die digitale Gesundheitskompetenz der Bevölkerung erhöht.

Das Fazit: Digitale Unterstützungsformen schreiten voran. Eine gute Sache – wenn die Bedürfnisse und Interessen der Patienten im Mittelpunkt stehen.
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