Sonntag, 22. Oktober 2017


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Abschläge bei Erwerbsminderungs- und Hinterbliebenenrenten rechtmäßig

Düsseldorf, (lifePR) - Bei Erwerbsminderungsrenten vor dem 60. Lebensjahr wird auch künftig ein Abschlag von 10,8 Prozent berücksichtigt. Das gleiche gilt für Hinterbliebenenrenten, wenn der Versicherte vor dem 60. Lebensjahr verstorben ist. Dies bestätigte heute in mündlicher Verhandlung der 5.Senat des Bundessozialgerichts.

Die heutigen Entscheidungen in vier Musterprozessen erfolgten in Übereinstimmung mit dem 13. Senat des Bundessozialgerichts. Damit vertreten die heute in Rentensachen zuständigen Senate des Bundessozialgerichts in der Frage der Rechtmäßigkeit der Abschläge eine einheitliche Rechtsauffassung. Einer anderslautenden Position des 4. Senats wird damit nicht gefolgt. Dieser hatte am 16. Mai 2006 entschieden, dass die Praxis der Rentenversicherungsträger, bei Renten wegen Erwerbsminderung vor Vollendung des 60. Lebensjahres einen Abschlag in Höhe von 10,8 Prozent zu berücksichtigen, rechtswidrig sei. Diesem Urteil war die Deutsche Rentenversicherung nicht gefolgt.

Bei der Deutschen Rentenversicherung Rheinland sind hierzu rund 8.000 Widerspruchs- und Überprüfungsanträge eingegangen, über die nun entschieden werden kann. Sofern allerdings gegen die heutigen Entscheidungen Verfassungsbeschwerde eingelegt würde, wäre zunächst die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts abzuwarten.

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