Helden des Alltags feiern den Tag der Putzfrau

Trotz steigender Anmeldezahlen ist die Schwarzarbeit bei Haushaltshilfen weit verbreitet

(lifePR) ( Bochum, )
Saugen, Kochen, Babysitten - die Aufgaben der deutschen Haushaltshilfen sind umfangreicher als mancher denkt. Und ihre helfenden Hände werden dringend gebraucht: Nur dank der Minijobber im Privathaushalt können viele Deutsche Beruf und Familie in Einklang bringen. Von alleinerziehenden Müttern, deren Kinder zu Hause betreut werden, bis zu Senioren, die sich regelmäßig im Haushalt unter die Arme greifen lassen. Trotzdem fühlen sich viele Hilfen wie Arbeitnehmer zweiter Klasse: "Aktuell zählen wir rund 260.000 angemeldete Minijobber im Privathaushalt. Wir schätzen aber, dass bis zu vier Millionen Haushalte in Deutschland schwarzarbeiten lassen. Das verwehrt vielen Putzhilfen selbstverständliche Arbeitnehmerrechte und entwertet ihre Arbeit." sagt Dr. Erik Thomsen, Leiter der Minijob-Zentrale.

Putzhilfen sind besser als ihr Ruf

Justyna Polanska, Putzfrau und Autorin des Bestsellers "Unter deutschen Betten", weiß aus eigener Erfahrung, wie man sich als Putzhilfe fühlen kann: "Wenn ich bei einem neuen Arbeitgeber anfange, werde ich oft ignoriert oder nicht ernst genommen. Mit der Zeit wachsen aber Vertrauen und die gegenseitige Wertschätzung." Dass Vertrauen bei der Arbeit zwischen Wohnzimmer und Küche eine große Rolle spielt, bestätigt auch eine aktuelle, repräsentative forsa-Umfrage im Auftrag der Minijob-Zentrale: Für 91 Prozent der Arbeitgeber von Minijobbern ist das Vertrauensverhältnis zur Putzhilfe das entscheidende Kriterium bei der Einstellung. Die Kosten sind nur für 35 Prozent relevant. Außerdem würden die Arbeitgeber ihre eigenen Kinder eher den Haushaltshilfen als den Nachbarn anvertrauen - ein starker Vertrauensbeweis. "Die Zahlen verdeutlichen, dass die fehlende Wertschätzung für Putzfrauen eher auf altmodischen Klischees und nicht auf praktischen Erfahrungen beruht", sagt Dr. Thomsen.

Legal kann sich sehen lassen

Durch die natürliche Nähe zur Privatsphäre ihrer Arbeitgeber sind Minijobber im Privathaushalt oft viel mehr als anonyme Putzhilfen. "Früher oder später bekomme ich den Wohnungsschlüssel, um eigenständig arbeiten zu können. Teilweise haben sich auch Freundschaften mit Arbeitgebern entwickelt, die bis heute anhalten", erklärt Frau Polanska. Gerade deshalb ist die Anmeldung der Putzhilfen so wichtig. "Nur eine legale Anstellung fördert Wertschätzung und Vertrauen im Arbeitsverhältnis. Die Anmeldung des Minijobbers ist eine Entscheidung für Arbeitnehmerrechte und ein Zeichen gegen Schwarzarbeit ", erklärt Dr. Thomsen. Zusätzlich profitiert der Arbeitgeber natürlich von Steuervorteilen. "Das Argument wuchernder Kosten ist nicht nachvollziehbar", betont Dr. Thomsen.

einfach. informieren. anmelden.

Die Anmeldung ist kinderleicht und dauert nur wenige Minuten. Der Arbeitgeber vermeidet mit der Anmeldung über das Haushaltsscheck-Formular ein Bußgeld von bis zu 5.000 Euro. Außerdem kann er 20 Prozent der Kosten - bis zu 510 Euro im Jahr - von der Steuer absetzen. Insgesamt muss der Arbeitgeber maximal 14,44 Prozent des Arbeitsentgeltes an Pauschalabgaben leisten. Der Minijobber hat Anspruch auf Urlaub und ist offiziell unfallversichert. Das Haushaltsscheck-Formular steht auf der Website www.minijob-zentrale.de zum Download bereit oder kann direkt online ausgefüllt werden. Bei allen Fragen rund um die Anmeldung hilft die Hotline der Minijob-Zentrale unter 0355 / 290 270 799.
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