Gunkel zur Finanzsituation in der Rentenversicherung

(lifePR) ( Berlin, )
"Die bereits gute finanzielle Situation der gesetzlichen Rentenversicherung am Jahresbeginn wird sich bis zum Jahresende noch deutlich verbessern", so Alexander Gunkel, Vorsitzender des Bundesvorstandes der Deutschen Rentenversicherung Bund, in seinem Bericht an die heute in Berlin tagende Bundesvertreterversammlung.

Finanzentwicklung im laufenden Jahr

Nach den aktuellen Prognosen könne das Jahr 2011 voraussichtlich mit einem Überschuss von 4,4 Milliarden Euro abgeschlossen werden. Die Nachhaltigkeitsrücklage werde bis Ende des Jahres voraussichtlich auf 23,5 Milliarden Euro ansteigen.

Entwicklung des Beitragssatzes

Gunkel verwies darauf, dass der Beitragssatz in der Rentenversicherung im nächsten Jahr auf 19,6 Prozent gesenkt werde. Für das Jahr 2013 habe der Schätzerkreis einen Beitragssatz von 19,2 Prozent ermittelt. Treffen die Annahmen der Bundesregierung zu, werde der Beitragssatz ab 2014 sogar erneut gesenkt, und zwar auf 19,0 Prozent. Auch würden die Beitragssatzziele langfristig - 2020 höchstens 20 Prozent, 2030 höchstens 22 Prozent - nach den heutigen Modellrechnungen eingehalten, so Gunkel.

Rentenanpassungen

"Im gesamten Mittelfristzeitraum ist mit positiven Rentenanpassungen zu rechnen, sofern sich Löhne und Beschäftigung so entwickeln, wie von der Bundesregierung erwartet", informierte Gunkel. Auf der Basis der heute bekannten Zahlen sei im nächsten Jahr mit einer Anpassung von knapp 2,3 Prozent in den alten und 3,2 Prozent in den neuen Bundesländern zu rechnen. Nach dieser Anpassung wäre der Ausgleichsbedarf wegen in der Vergangenheit nicht erfolgter Rentendämpfungen in den neuen Bundesländern vollständig abgebaut. In den alten Bundesländern verbliebe noch ein Ausgleichsbedarf von 0,64 Prozent.

Reha-Budget

Gunkel ging weiter auf die gesetzlich geregelte Obergrenze der jährlichen Ausgaben für die Rehabilitation ein, die in diesem Jahr voraussichtlich nur ganz knapp eingehalten werden könne. Bereits im Vorfeld des Rentendialogs habe die Rentenversicherung auf die Dringlichkeit hingewiesen, die gesetzliche Begrenzung der Rehabilitationsausgaben neuen Erfordernissen anzupassen. Neben dem Lohn müsse bei der Festlegung der Obergrenze auch die demographische Entwicklung und die Verlängerung der Lebensarbeitszeit berücksichtigt werden, so Gunkel.

Fazit

"Soweit die erneuten Erschütterungen der Finanzmärkte, deren Ende noch nicht absehbar ist, den Arbeitsmarkt nicht in größere Mitleidenschaft ziehen, bestehen gute Chancen, dass die positive Entwicklung in der Rentenversicherung in den kommenden Jahren weiter anhält", prognostizierte Gunkel abschließend.
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