Montag, 23. Oktober 2017


  • Pressemitteilung BoxID 268982

Ausklang des 34. Deutschen Krankenhaustages im Rahmen der MEDICA

Zukunft der Krankenhäuser sichern /­ Sektorenübergreifende Patientenversorgung erleichtern, familienfreundliche Kliniken unterstützen

Düsseldorf, (lifePR) - Wie sichert das Krankenhaus der Zukunft die medizinische Patientenversorgung? Wie steigern die Kliniken die Attraktivität und Familienfreundlichkeit ihrer vielfältigen und modernen Arbeitsplätze? Diese in die Zukunft gerichteten Fragen des Krankenhauswesens diskutierte der 34. Deutsche Krankenhaustag zu seinem Abschluss.

Einig war sich der Krankenhaustag, dass grundsätzlich die Politik stärker unterstützende und fördernde Rahmenbedingungen für die Kliniken und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu schaffen habe. Insbesondere dadurch, dass die Beschneidung der finanziellen Mittel für die Krankenhäuser um allein im kommenden Jahr 600 Millionen Euro aufgehoben werden müsse. Der Präsident des Verbandes der Leitenden Krankenhausärzte, Professor Hans-Fred Weiser, erkannte bei stärker wahrgenommener Verantwortung der Politik für die Kliniken neue Chancen für die stationäre Patientenversorgung, wenn die sektoralen Versorgungsgrenzen abgebaut würden und die Krankenhäuser sich noch stärker am Bedarf der Patienten orientieren könnten. "Die Kliniken sind darin zu stärken und zu unterstützen, dass sie sich den Herausforderungen der sich rascher den je verändernden Gesellschaft stellen können", sagte Weiser.

Dr. Astrid Bühren, Ehrenpräsidentin des Ärztinnenbundes, drang auf die Verantwortung des Gesetzgebers, die gesetzlichen Rahmenbedingungen für die Beschäftigten in den Krankenhäuser zu modernisieren: "So ernst etwa der Mutterschutz zu nehmen ist. Er darf die Ärztinnen nicht an der verantwortlichen Ausübung ihres Berufes hindern. Der z.B. so wichtige Strahlenschutz muss angesichts weit verbesserter technischer Geräte angepasst werden." Bühren legte überzeugend dar, dass restriktive Regelungen z.B. auch Ärztinnen und Ärzte in Teilzeit bei der Weiterbildung benachteiligten.

Auf dem 34. Deutschen Krankenhaustag haben die Krankenhäuser nachdrücklich gemahnt, mit dem geplanten Versorgungsstrukturgesetz stärker die Potentiale der Kliniken bei der spezialärztlichen ambulanten Patientenversorgung zu nutzen. Kongresspräsidentin Irene Maier, Pflegedirektorin des Universitätsklinikums Essen, kritisierte, dass statt eines kooperativen Miteinanders von Kliniken und niedergelassenen Ärzten z.B. bei der Krebsbehandlung den Patienten der Zugang zu den Kliniken erschwert werde.

Zum zwölften Mal im Rahmen der weltweit größten Medizinmesse MEDICA organisiert, belegte die erneut hohe Besucherzahl von 2250 Besuchern aus allen Bereichen des Gesundheitswesens eindrücklich die Bedeutung des Krankenhaustags als das etablierte Informations- und Diskussionsforum für die Krankenhäuser. Sehr erfreulich war auch der Zuspruch zur erstmals in den Deutschen Krankenhaustag integrierten "First Joint European Hospital Conference" auf der 160 Teilnehmer aus 32. Nationen u.a. die Ausübung der Patientenrechte in der grenzüberschreitenden Gesundheitsversorgung erörterten. Auf erneut große Resonanz stieß die DKG-Informationsveranstaltung "Das G-DRG-System 2012" zur Weiterentwicklung des deutschen Fallpauschalensystems.

Der 35. Deutsche Krankenhaustag wird vom 14. bis 17. November 2012 erneut in Düsseldorf im Rahmen der weltgrößten Medizinmesse MEDICA stattfinden.

Deutsche Krankenhausgesellschaft e.V.

Der Deutsche Krankenhaustag ist die wichtigste Plattform für die deutschen Krankenhäuser und findet jährlich im Rahmen der MEDICA statt. Die Gesellschaft Deutscher Krankenhaustag mbH (GDK) hat die Aufgabe, den Deutschen Krankenhaustag auszurichten sowie Ausstellungen, Kongresse, Tagungen und Symposien durchzuführen, zu fördern und zu unterstützen. Gesellschafter der GDK sind die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG), der Verband der Leitenden Krankenhausärzte Deutschlands (VLK) und der Verband der Krankenhausdirektoren Deutschlands (VKD). Der Pflegebereich ist durch die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Schwesternverbände und Pflegeorganisationen (ADS) und den Deutschen Berufsverband für Pflegeberufe (DBFK) in die Arbeit der GDK eingebunden.

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