Virtuelle Jahresversammlung 2020: DFG unterstreicht Bedeutung der Forschung an Hochschulen

Gremiensitzungen per Videokonferenz / Unterstützung und Impulse in der Coronavirus-Pandemie / Jahresbericht 2019: Über 31 000 Projekte mit 3,3 Milliarden Euro gefördert

(lifePR) ( Bonn, )
Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat auf ihrer Jahresversammlung 2020 nachdrücklich die Bedeutung der Forschung an den Hochschulen in Deutschland unterstrichen. Diese zeige sich nicht zuletzt auch vor dem Hintergrund der aktuellen Coronavirus-Pandemie in vielfacher Hinsicht, sagte DFG-Präsidentin Professorin Dr. Katja Becker am Mittwoch, dem 1. Juli, in der abschließenden Mitgliederversammlung der größten Forschungsförderorganisation und zentralen Einrichtung für die Selbstverwaltung der Wissenschaft in Deutschland, die wie alle Gremiensitzungen im Rahmen der Jahresversammlung als Videokonferenz stattfand.

„Die Hochschulen in Deutschland leisten nicht nur auch in diesen Tagen beste Forschung, sondern sie organisieren auch weiterhin die akademische Ausbildung, bilden Wissensvorräte für die anwendungsorientierte Forschung und tragen selbst zu dieser bei“, sagte Becker. „Damit schaffen gerade die Hochschulen auch die Voraussetzungen für ein Wissenschaftssystem, das insgesamt exzellente Forschung ermöglicht, in dem Kooperation Vorrang vor Konkurrenz hat und Synergien möglich sind, und das auf diese Weise wertvolle Beiträge zu gesellschaftlichen Herausforderungen leistet. Das verdient unser aller Anerkennung.“

Die DFG-Präsidentin zog in der Mitgliederversammlung wie auch bereits zuvor in den virtuellen Sitzungen von Präsidium, Senat und Hauptausschuss zugleich eine Bilanz der bisherigen Maßnahmen der Förderorganisation in der Coronavirus-Pandemie: Durch die Verlängerung von Bewilligungszeiträumen und Ausschreibungen, aber auch von Stipendien und Anstellungsverträgen und nicht zuletzt durch umfangreiche Zusatzhilfen in Höhe von 175 Millionen Euro habe die DFG die zeitlichen und finanziellen Auswirkungen der Pandemie und der mit ihr verbundenen Einschränkungen des öffentlichen Lebens auf die geförderten Projekte so gering wie möglich zu halten versucht und den geförderten Forscherinnen und Forschern und vor allem dem wissenschaftlichen Nachwuchs größtmögliche Unterstützung und Perspektive gesichert.

Mit einer aktuell laufenden fachübergreifenden Ausschreibung zur Epidemie- und Pandemieforschung und der jüngst eingerichteten interdisziplinären Kommission für Pandemieforschung habe die DFG zugleich der Forschung und speziell der essenziellen Grundlagenforschung auf diesen Feldern wichtige Impulse gegeben.

Ebenfalls auf der Mitgliederversammlung wurde der „Jahresbericht 2019“ der Förderorganisation vorgestellt. Er enthält neben der Darstellung der maßgeblichen förder- und forschungspolitischen Themen und Ereignisse des vergangenen Jahres und ausgewählter Förderprojekte auch die wichtigsten Zahlen und Fakten zum Förderhandeln.

Insgesamt hat die DFG 2019 rund 31 150 Forschungsprojekte aus allen Wissenschaftsbereichen mit einem Gesamtvolumen von nahezu 3,3 Milliarden Euro gefördert. Davon wurden 7330 Projekte neu bewilligt.

Auch 2019 war mehr als die Hälfte aller geförderten Projekte – 17 128 Projekte, das entspricht 55 Prozent – in der Einzelförderung angesiedelt; für sie wurden insgesamt rund 1,2 Milliarden Euro Fördermittel bewilligt. In den Graduiertenkollegs, Sonderforschungsbereichen und anderen Koordinierten Programmen wurden 850 Verbünde mit gut 11 806 Teilprojekten und einer Gesamtbewilligungssumme von rund 1,43 Milliarden Euro gefördert.

Aufgeteilt nach den großen Wissenschaftsbereichen erhielten die Lebenswissenschaften mit rund 1,2 Milliarden Euro die meisten Fördermittel (35,5 Prozent der Gesamtbewilligungssumme), gefolgt von den Naturwissenschaften mit rund 735 Millionen Euro (22,4 Prozent), den Ingenieurwissenschaften mit rund 639 Millionen Euro (19,5 Prozent) und den Geistes- und Sozialwissenschaften mit rund 493 Millionen Euro (15,0 Prozent); fachübergreifende Projekte wurden mit rund 252 Millionen Euro (7,7 Prozent) gefördert.
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