Freitag, 20. Oktober 2017


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Alzheimer-Gesellschaften und Mehrgenerationenhäuser - voneinander lernen

Berlin, (lifePR) - Unter dem Motto "voneinander lernen" kamen am 6.September 2011 in Kassel 60 Vertreterinnen und Vertreter von Alzheimer-Gesellschaften und Mehrgenerationenhäusern zusammen. Ziel des Austauschs waren neue Ideen und Kooperationen zum Aufbau von Unterstützungsangeboten für Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen. "Noch immer gibt es nicht überall passende Angebote für Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen" stellte Sabine Jansen zur Eröffnung der Tagung fest. "Insbesondere Angebote, die ein Zusammensein mit Anderen fördern, wie es zum Beispiel Tanz-Cafés ermöglichen, gibt es noch zu wenig. Sie wirken der sozialen Isolation entgegen und schaffen soziales Miteinander."

"Es kommt nicht darauf an, die Zukunft vorauszusagen, sondern auf die Zukunft vorbereitet zu sein" (Perikles) - dieses Zitat aus dem Grußwort von Petra Weritz-Hanf (Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend) macht deutlich, dass es neue Wege braucht, um der Herausforderung der demografischen Entwicklung mit steigenden Zahlen von Demenzkranken zu begegnen. Wie mögliche Wege aussehen können, um z. B. der größer werdenden Gruppe von allein lebenden Demenzkranken und den pflegenden Angehörigen gerecht zu werden, wurde auf der Tagung diskutiert.

Die Teilnehmenden informierten und berieten sich darüber, wie soziale Teilhabe gefördert werden kann oder Kooperationen gelingen und wie Entlastungsangebote bedarfsgerecht aufgebaut werden können. Alzheimer-Gesellschaften sind seit vielen Jahren tätig, um die Situation von Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen zu verbessern. Mehrgenerationenhäuser leisten vor Ort einen engagierten Beitrag zum Zusammenhalt der Generationen. Beide Bewegungen leben vom tatkräftigen Engagement von Freiwilligen.

So wie Marita Wollenweber aus dem Mehrgenerationenhaus Oldenburg/Holstein sagen sich inzwischen viele Verantwortliche in den Mehrgenerationenhäusern: "Wir möchten etwas machen, wir möchten uns weiterentwickeln", und werden für und mit Menschen mit Demenz und pflegenden Angehörigen aktiv.

Die Teilnehmer waren sich einig, dass es schwierig ist, die Betroffenen "aus ihren Häusern zu holen", dass es sich jedoch lohnt nicht aufzugeben und "dran zu bleiben", um gemeinsam "eine Menge auf die Beine" zu stellen. So wie es dem Mehrgenerationenhaus Oldenburg und der Alzheimer-Gesellschaft Schleswig-Holstein e.V. zusammen bereits gelungen ist.

Hintergrund:

Heute leben in Deutschland etwa 1,2 Millionen Menschen mit Demenzerkrankungen. Ungefähr 60% davon leiden an einer Demenz vom Typ Alzheimer. Ihre Zahl wird bis 2050 auf 2,6 Millionen steigen, sofern kein Durchbruch in der Therapie gelingt.

Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft e.V. Selbsthilfe Demenz ist ein gemeinnütziger Verein. Als Bundesverband von derzeit 124 Alzheimer-Gesellschaften, Angehörigengruppen und Landesverbänden vertritt sie die Interessen von Demenzkranken und ihren Familien. Sie nimmt zentrale Aufgaben wahr, gibt zahlreiche Broschüren heraus, organisiert Tagungen und Kongresse und unterhält das bundesweite Alzheimer-Telefon mit der Service-Nummer 01803 - 17 10 17 (9 Cent pro Minute aus dem deutschen Festnetz) oder 030 / 259 37 95-14 (Festnetztarif).

Von August 2009 bis Juli 2012 arbeitet die DAlzG mit dem Projekt "Mehrgenerationenhäuser als Orte für Demenzkranke und ihre Angehörigen" an einer Öffnung und Erweiterung der Angebote der Mehrgerationenhäuser für Demenzkranke und ihre Angehörigen. Das Projekt wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend finanziert. Näheres unter: www.deutsche-alzheimer.de/index.php?id=301

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