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degewo stellt Europas größtes Stadtentwicklungsprojekt vor: "aspern Die Seestadt Wiens"

(lifePR) (Berlin, ) Wie kann es gelingen, Stadt neu zu bauen - lebendig und vielfältig, fragte die degewo auf einer Diskussionsveranstaltung. Denn Berlin wächst rasant und braucht neue Wohnungen. Wie gehen andere Metropolen mit der Problematik um? Beispiel Wien: Auf einem ehemaligen Flugfeld entsteht ein neuer Stadtteil für 20.000 Menschen. Das Projekt "aspern Die Seestadt Wiens" ist das derzeit größte Stadtentwicklungsprojekt Europas. Knapp 200 Gäste im Palais der Kulturbrauerei, unter ihnen der österreichische Botschafter Dr. Ralph Scheide, hörten sich an, wie die österreichische Metropole den Wohnungsmarkt regelt. Was Berlin daraus lernen kann, war im Anschluss noch lange Gesprächsstoff.

Die degewo hatte im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Verantwortung für die Stadt" eingeladen, um über Stadtentwicklung und Neubau zu diskutieren. degewo-Vorstandsmitglied Frank Bielka stellte zunächst die eigenen Pläne vor: "Dank intensiver Planungen auf eigenen Grundstücken, konnten wir im März mit dem Bau von 52 neuen Wohnungen im südlichen Marienfelde, in unserem Quartier Mariengrün, beginnen. In diesem und im kommenden Jahr werden wir insgesamt etwa 500 Wohnungen in verschiedenen Stadtbezirken bauen, bis 2020 sollen es 3.500 Wohnungen werden." Der Neubau in Berlin nimmt zusehends Fahrt auf, doch was kann die Hauptstadt von anderen Städten lernen oder gar übernehmen?

Die Problematik von knappem Wohnraum ist auch in Wien bekannt. Die österreichische Hauptstadt errichtet pro Jahr 6.000 geförderte Wohnungen. Neben diversen Neubauten ist jetzt ein bemerkenswertes Großprojekt gestartet worden. In Aspern, vor den Toren der Stadt gelegen, entstehen bis zum Jahr 2030 rund 8.500 Wohnungen für 20.000 Menschen und neue Arbeitsplätze. Prof. Rudolf Scheuvens, Vorsitzender des Aspern-Beirats und Dekan der Technischen Universität Wien, stellte die Wiener Planungen den Gästen in der Kulturbrauerei vor. "Aspern ist gleichzeitig urban und im Grünen, mit viel öffentlichem Raum und großen Freiflächen. Zentrum und Ruhepol von Aspern ist der Seepark, den wir ganz neu anlegen und der alles verbindet."

Die Dimensionen sind gewaltig: Auf 240 Hektar, das entspricht der Größe von 340 Fußballfeldern, sollen neben den Wohnungen 15.000 Gewerberäume für Büros und Dienstleistungsunternehmen sowie 5.000 für Produktions- und Gewerbebetriebe entstehen. Gleichzeitig soll das Quartier ein Standort für Forschung, Entwicklung und Bildung werden. Eine U-Bahn-Linie mit zwei Stationen ist bereits im Bau, jetzt entstehen die ersten Gebäude.

Ist dieses Stadtentwicklungsprojekt auch ein Vorbild für Stadtplanung in Berlin? Diese Überlegung wollte die degewo mit der Veranstaltung anstoßen. "Das Modell ist nicht eins zu eins übertragbar. Berlin muss eine eigene Lösung finden", sagte Prof. Scheuvens in der von radioeins-Programmchef Robert Skuppin moderierten Diskussionsrunde. Der Universitätsprofessor für Raumplanung und Stadtentwicklung erläuterte die gravierenden Unterschiede in der Wohnungsbauförderung zwischen den beiden Metropolen. "60 Prozent der Wiener leben in einer geförderten Miet- oder Genossenschaftswohnung. Diese historisch gewachsene Wohnkultur ist in Berlin nicht vorhanden."

Der Geschäftsführer der Groth Gruppe, Klaus Groth, sagte in der anschließenden, lebhaften Diskussion: "Wir haben Quartiere wie Aspern in Berlin schon einmal gebaut und, ich bin mir sicher, weitere werden folgen." Die Senatsbaudirektorin von Berlin, Regula Lüscher, verwies dabei auf die vielen in der Stadt noch vorhandenen Flächen. "Diese zu entwickeln und zu planen, ist eine große Herausforderung für Berlin. Da haben wir derzeit in den Bezirken und Verwaltungen noch personelle Probleme, die wir lösen müssen." Klaus Groth forderte die Politik auf, die Rahmenbedingungen für Neubauten zu verbessern. "Auch in guten Lagen müssen geförderte Wohnungen entstehen, um die soziale Durchmischung zu erhalten, die von allen Akteuren gewünscht wird." Regula Lüscher stimmte zu, dass eine Wohnungsbauförderung auf privaten Flächen in Berlin notwendig sei.

Dass auch Berlin ein ehemaliges Flugfeld hat, das in seinen Ausmaßen dem Projekt in Aspern in etwa entspricht, griffen die Teilnehmer am Ende der Podiums-diskussion selbstverständlich auf. "Die hier vorhandenen Flächen können wir der Stadt auf Lange Sicht wohl nicht entziehen. Aber ob, wann und in welchem Umfang auf dem Tempelhofer Feld gebaut werden kann, wird die Politik entscheiden", sagte Klaus Groth. Senatsbaudirektorin Regula Lüscher hielt an einer reinen Randbebauung fest und sprach von maximal 5.000 Wohnungen auf dem Tempelhofer Feld. "Wir müssen diese freie Fläche verteidigen. Berlin hat noch Potenzial für rund 220.000 Wohnungen. Dieses müssen wir entwickeln. Die ein-malige Chance einen neuen Park im innerstädtischen Bereich zu erhalten, dürfen wir nicht verschenken."

Hintergrund: Unter der Überschrift "Verantwortung für die Stadt" hat die degewo im Jahr 2007 eine Veranstaltungsreihe ins Leben gerufen, in der zweimal jährlich Zukunftsthemen diskutiert werden. Zu den Gästen zählten bereits unter anderem der Bestseller-Autor Wladimir Kaminer und Zukunftsforscher Prof. Horst Opaschowski.

Informationen zum Projekt "aspern Die Seestadt Wiens" finden Sie unter: http://www.aspern-seestadt.at.

degewo AG

Die degewo ist das führende Wohnungsunternehmen in Berlin. Mit über 73.000 verwalteten Wohnungen und rund 1.100 Mitarbeitern zählen wir zu den größten und leistungsfähigsten Wohnungsunternehmen in Deutschland. Unsere Bestände befinden sich in allen Stadtteilen Berlins, und wir verbessern stetig unseren Service, so dass wir den vielfältigen Bedürfnissen unserer Kunden entsprechen. Als kommunales Wohnungsunternehmen übernehmen wir Verantwortung für die Stadt Berlin und ihre Menschen.