Einführung der Grundschrift gefährdet schulischen Erfolg an weiterführenden Schulen

Hände weg von der Schreibschrift in Grundschulen!

(lifePR) ( Mainz, )
Die Bildungsgewerkschaften im dbb – beamtenbund und tarifunion, landesbund rheinland-pfalz, (dbb rheinland-pfalz) schlagen Alarm angesichts der Abkehr von der traditionellen Schreibschrift in vereinzelten Grundschulen des Landes. „Die Grundschrift ist eine Druckschrift und führt nicht zu einer gut lesbaren Handschrift und einem flüssigen Schreiben, wie sie die Kultusministerkonferenz und der Teilrahmenplan Deutsch des Bildungsministeriums vorschreiben“, so der stellvertretende Landesvorsitzende Lars Lamowski.

Die 2011 erfundene Grundschrift kann einen Beitrag leisten, um beeinträchtigten Kindern mit dem Förderschwerpunkt Lernen, die ansonsten keinen Zugang mehr zu einer Schrift finden, eine Hilfe zu bieten. In diesem Sinne wird sie an manchen Förderschulen als Maßnahme der Binnendifferenzierung innerhalb einer Klasse neben dem Erlernen der traditionellen Schreibschrift verwendet. Ihr ausschließlicher Einsatz an einer Grundschule für alle Kinder anstelle der Schreibschrift ist weder fachlich noch pädagogisch zu verantworten.

Während es keine Gründe für eine Abkehr von der bewährten Schreibschrift gibt, wiegen die Argumente gegen die Grundschrift schwer. Grundschüler, die nur die Grundschrift erlernt haben, offenbaren an den weiterführenden Schulen gravierende Schwächen. Ihre Schrift ist unleserlich, Groß- und Kleinschreibung sind schwer voneinander zu unterscheiden und sie können beim Schreibtempo nicht mithalten. Dagegen fördert die Schreibschrift gerade durch die fortlaufende Linienführung den flüssigen Schreibablauf. Beim schnellen Schreiben werden Texte genauer behalten und sinnlich besser erfasst. Die Schulung der Feinmotorik wirkt sich laut diverser Studien ganzheitlich positiv auf das Lernverhalten der Kinder aus. So werden die verschiedenen Hirnareale durch eine verbundene Schrift besser verknüpft. Schließlich stellt sich für die Kinder an der weiterführenden Schule das praktische Problem, dass die Tafelanschriebe der Lehrkräfte in der lateinischen Ausgangsschrift, sprich Schreibschrift, stehen, was zu Leseschwierigkeiten führt, die wiederum den Lernprozess hemmen.

Der dbb rheinland-pfalz fordert zwar nicht das Verbot der Grundschrift an Grundschulen, wie es bereits seit 2016 in Baden-Württemberg der Fall ist, wohl aber ein Prüf- und Genehmigungsverfahren, das über den Gesamtkonferenzbeschluss hinausgeht. Nur als Angebot neben der Schreibschrift darf die Grundschrift Verwendung finden. Schreibschrift muss die Regel bleiben!
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