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Pressemitteilung BoxID: 205711 (Das Thema Tempelhof e. V.)
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Das Missmanagement der verbliebenen Verkehrsflughäfen in Berlin und Brandenburg

Die verbale Nachnutzung von Tempelhof läuft auf Hochtouren

(lifePR) (Berlin, ) Wir wissen nicht, ob der Berliner Senat aus dem Flughafen Tegel nach der Eröffnung des BBI auch einen Weihnachtsbaummarkt machen will - in Tempelhof ist das schon vorfristig erfolgt, obwohl diese Nachnutzungsvariante in keinem Ideenwettbewerb ausdrücklich benannt wurde.

Es wird in diesen Tagen so einiges nicht benannt. Nachdem die Berliner auf die nächste Winterkrise am Boden warten und für jede S-Bahn dankbar sind, die noch einigermaßen pünktlich kommt, gerät nach und nach auch der Berliner Flugverkehr in Unordnung.

Piloten haben uns folgendes berichtet:

Tegel war tageweise über Nacht auch für Notfälle gesperrt; Schönefeld war am 09.12.10 de facto ganztägig nicht nutzbar, da keine Enteisungsflüssigkeit mehr vorrätig war, weil der entsprechende Tanklastzug auf der Autobahn festsaß und eine entsprechende Vorsorge nicht vorgenommen wurde; Piloten fegten selber Schnee, weil die Zuständigkeiten für die Schneebeseitigung im Wegbereich von der Gangway zum Bus unklar waren. Die Berliner Morgenpost berichtete schließlich am 12.12.10, dass ein von Tegel nach Schönefeld umgeleitetes Flugzeug dort ca. 2 Stunden stand, ohne dass die Passagiere aussteigen konnten, und dann nach Tegel umgeleitet wurde.

Und das sind alles hausgemachte Probleme, die nichts mit der zentral agierenden Flugsicherung (DFS) zu tun haben, die nach allseitigem Bekunden das Menschen mögliche für die Cockpitbesatzungen und für die Passagiere tut.

Die Warteschlange für die Enteisung der Linienflugzeuge in Schönefeld, wurde übrigens durch wartende Businessjets zwangsläufig noch verlängert, da Tempelhof nicht mehr zur Verfügung steht.

Gerade in Hinblick auf extreme Wetterlagen im Winter, wäre es also geboten, in Tempelhof wieder Flugzeuge landen zu lassen, um Schönefeld nicht zu überlasten.

Die Berliner Morgenpost verkündet am 13.12.10, unter dem Titel "Erste Firma zieht auf das Tempelhofer Flugfeld" den vermeintlich bevorstehenden Durchbruch bei der Ansiedlung von Industrieunternehmen in Tempelhof. Die Ansiedlung eines Metallbau-Unternehmens wird als "beschlossene Sache" hingestellt, um anschließend vage das Jahr 2014 ins Spiel zu bringen. Konkrete Vertragsabschlüsse werden nicht benannt, sondern allein Absichten. Frau Junge-Reyer berichtete in ähnlicher Weise oft von interessanten Kontakten, die dann aber regelmäßig folgenlos blieben.

Zudem notieren wir den neuen Begriff "Tempelhofer Flugfeld". Bisher waren uns senatsseitig nur die Begriffe "Tempelhofer Feld", "Tempelhofer Park" oder "Tempelhofer Freiheit" bekannt. Wir sind gespannt auf weitere originelle Neuschöpfungen.

Erstaunt hat uns auch ein Artikel des Handelsblatts. Unter dem Titel "Ein Großprojekt mit Fragezeichen" wird dem verblüfften Leser mitgeteilt, dass der BBI von Anfang an "aus wirtschaftlichen und verkehrstechnischen Gründen" kritisiert worden sei.

Eine Erkenntnis, die dem ebenfalls von der Holtzbrinck-Gruppe herausgegebenen senatsnahen Berliner Tagesspiegel bisher fremd war. Im Tagesspiegel konnte man oft Elogen auf den BBI als dem Vorzeigeprojekt der Region Berlin-Brandenburg lesen. Der Wind hat sich nun offenbar gedreht, und man möchte den Tagesspiegel-Redakteuren wünschen, zukünftig auch ab und zu das Handelsblatt zu lesen.

Bestellung: Der Fall (von) Tempelhof

"Zwei Jahre nach der Schließung des Berliner City-Airports arbeitet das Buch mit dem doppelsinnigen Titel auf sehr spezielle Weise dessen Ende auf ... das Buch endet nicht mit der Schließung, sondern es verfolgt die Entwicklung weiter bis zu der heute Millionen-Verluste einbringenden Wiese, die der Berliner Senat einen "Park" nennt." FLIEGERREVUE 12-2010

Das Thema Tempelhof e. V.

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Der Newsletter "Das Thema Tempelhof" - die Fachinformation zum Flughafen Tempelhof und zum Flughafensystem der Region Berlin-Brandenburg, wird herausgegeben vom Verein "Das Thema Tempelhof e.V."