Samstag, 16. Dezember 2017


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Schauspielerin Sibel Kekilli im GLAMOUR-Interview: "Das Internet holt das Böseste aus den Menschen heraus."

München, (lifePR) - 17 internationale November-Ausgaben von GLAMOUR erscheinen unter dem Motto #poweredbywomen, um weltweit ein Zeichen für das Empowerment von Frauen zu setzen. Für diese besondere Ausgabe traf die deutsche GLAMOUR – neben weiteren starken Frauen – Schauspielerin Sibel Kekilli zum Interview. Die 37-Jährige spricht über Feminismus, ihren Umgang mit Social Media und Sexismus im Alltag.

„Viele Deutschtürken machen den Fehler, dass sie sagen: ‚Mein Präsident ist der in der Türkei!‘“

In ihrer neuen Thriller-Serie „Bruder – Schwarze Macht“ spielt Sibel Kekilli eine Deutschtürkin – eine Rolle, die sie mit gemischten Gefühlen betrachtet: „Ich werde so oft gefragt: ‚Du, was geht denn in deinem Land ab?‘, oder: ‚Was ist denn mit deinem Präsidenten los?‘ – Ich antworte: ‚Mein Präsident ist Frank-Walter Steinmeier. Was soll mit ihm los sein? (…) Viele Deutschtürken, die hier leben, machen den Fehler, dass sie sagen: ‚Mein Präsident ist der in der Türkei!‘ Mein Land aber ist Deutschland. Und darum möchte ich auch nicht dauernd die Türkin spielen müssen.“ Für solche offenen Worte wird Sibel Kekilli häufig angefeindet – kurzzeitig hat sie ihren Instagram-Account auf privat umgestellt: „Mir ist der Kragen geplatzt. Ich werde seit meinem Film ‚Gegen die Wand‘ vor allem von Türken beschimpft, beleidigt, sexuell belästigt. Ich erhalte Morddrohungen. Das Internet holt das Böseste aus den Menschen heraus.“

„Ich weiß, wie es ist, sich hilflos zu fühlen.“

Seit vielen Jahren kämpft die Wahl-Hamburgerin für Frauenrechte. Im Interview mit GLAMOUR erzählt sie, was sie antreibt: „Ich weiß, wie es ist, sich hilflos zu fühlen. In mir war immer eine Feministin, auch wenn ich mit dem Wort vorsichtig bin. Auch da wird man zur Zielscheibe. Aber es muss möglich sein, über Frauenrechte im Islam zu reden, ohne dass man sofort mit dem Tod bedroht wird. Ich habe die Pflicht, etwas zu sagen.“ Was ihr dabei besonders am Herzen liegt? „Gewalt gegen Frauen und Sexismus. (…) Dass man heutzutage immer noch betonen muss, dass Frauenrechte Menschenrechte sind, ist einfach nur traurig. Auch Sexismus und sexuelle Belästigung sind überall.“ Kekilli hat selbst solche Erfahrungen gemacht: „Erst unlängst hat eine Regisseurin am Set gefragt, ob wir einen Vorschlag für eine bestimmte Szene hätten. Ich sage viermal etwas – und keiner hört mir zu. Mein Kollege sagt dann genau dasselbe. Und plötzlich heißt es, was für eine super Idee. Ich spreche die Regisseurin darauf an, und sie kuckt nur und lacht. Alltagssexismus passiert immer und überall.“

Über die #poweredbywomen-Ausgabe

GLAMOUR setzt weltweit ein Zeichen für das Empowerment von Frauen: 17 internationale Ausgaben des Fashion-Magazins erscheinen mit den November-Heften unter dem Motto #poweredbywomen. Thematisch dreht sich alles um starke Frauen und für die Produktionen wurden in erster Linie weibliche Kreative - Stylistinnen, Fotografinnen, Make-up-Artists, Autorinnen, Illustratorinnen - beauftragt. Die Aktion wird zudem von der britischen Designerin Stella McCartney unterstützt, die für die GLAMOUR-Initiative „The Girl Project“ ein Charity-T-Shirt entworfen hat.

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