Sänger Herbert Grönemeyer über Roger Willemsen: "Er war der Mensch, für den man das Leben liebt"

(lifePR) ( München, )
In der morgen erscheinenden Februar-Ausgabe des Männer-Stil-Magazins GQ Gentlemen’s Quarterly schreibt Herbert Grönemeyer exklusiv über seinen im letzten Jahr verstorbenen Freund Roger Willemsen. In der Rubrik „Einer, den wir vermissen“ beschreibt Grönemeyer den deutschen Publizisten und TV-Moderator als Mensch, als Freund und erklärt, wieso er der Welt fehlt.

Nachfolgend finden Sie einige Auszüge aus dem Artikel von Herbert Grönemeyer, die Sie für eine redaktionelle Meldung verwenden können. Gerne stellen wir Ihnen für Ihren Hintergrund auf Anfrage auch den vollständigen Beitrag zur Verfügung.

Herbert Grönemeyer über Roger Willemsen in GQ

„Hinterließ ich ihm eine Nachricht auf seinem Anrufbeantworter, rief er kaum jemals zurück. So malte ich mir meistens in meiner Fantasie aus, was er wohl so treiben würde. Er hielt einen nicht auf dem Laufenden. Bekam ich ihn allerdings zu fassen oder wir trafen uns, dann war er vollkommen für einen da. Er schaffte es, sofort eine vertraute Atmosphäre herzustellen, hörte messerscharf zu, fragte überraschende, aber genau die richtigen Fragen, setzte sich mit dem Gesagten sorgfältig auseinander, schwieg auch, drängte sich nie vor. Er folgte Gedanken genießerisch, um dann unbedingt und genauestens herzlich zu antworten.“

„Dass es ihn nicht mehr gibt, ist wie das Verschwinden eines kolossalen Monuments, nicht nur, weil er groß war, sondern, weil er in all seinen Nervenbahnen das verkörperte, was man sich in seinen merkwürdigen Tagträumen als einen maßgeschneiderten Freund vorstellt. Er war der Mensch, für den man das Leben liebt und seinen Sinn versteht. Wenn man mit ihm saß, fühlte man sich gut angekommen und aufs Herzlichste bedacht.“

„Roger war für mich eine der ganz wenigen öffentlichen Personen, die sich nie gemein gemacht haben und eine unumstößliche Haltung verkörperten. Dadurch taugt er als Vorbild und zum Aufrichten. Er war eine Wand. Er war das seltene Juwel, das nur entsteht, wenn klügste Raffinesse sich mit einer großen Dosis Unsinn mischt. Ich vermisse ihn sehr, er fehlt der Seele und dem Herzen. Neben ihm zu sitzen, machte glücklich. In meiner sehr grauen Zeit war er ein wohliger Aufheller, Weltverdreher und Stützer. Er stand dem Leben dicht, direkt und klar gegenüber. Wo immer er jetzt hin verreist ist – ich hoffe, dass er dort dieselbe Zuneigung findet, die er hier so vielen Menschen, seinem Land und dieser Erde so unerschrocken und hoch achtsam hat zukommen lassen.“
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