Mars und Monster: FFF fördert 31 neue Projekte mit 3,2 Mio. Euro

(lifePR) ( München, )
Das neue Projekt von Autor Florian David Fitz und die erste internationale Serie der Produktionsfirma Neuesuper werden vom FFF gefördert. Der Vergabeausschuss für die Filmförderung hat gestern zum letzten Mal in diesem Jahr getagt und entschieden, von den eingereichten Projekten 31 mit einer Gesamtsumme von 3,2 Mio. Euro zur Förderung zu empfehlen. Darin enthalten ist die Förderung der Produktion zweier Kinofilme in Höhe von insgesamt 1,5 Mio. Euro. Hinzu kommt noch die Finanzierung zweier Kinofilmprojekte durch den Bayerischen Bankenfonds in Höhe von 250.000 Euro.

Details zu allen Projekten finden Sie im pdf im Anhang. Im folgenden stellen wir Ihnen einige Projekte vor.

Produktionsförderung Kinofilm

Mit knapp 1 Mio. Euro (darunter ca. 370.000 Euro Erfolgsdarlehen) unterstützt der FFF die Produktion des Kinofilms Oskars Kleid. Die Komödie handelt von einer ungewöhnlichen Familie: Der Vater findet über Umwege zu seinem eigensinnigen 9-jährigen Sohn, der kein Sohn ist, sondern ein Mädchen. Das Drehbuch über die Reise dieser Familie stammt von Florian David Fitz, Regie wird Hüseyin Tabak führen. Produktionsfirma ist die Münchner Pantaleon Films.

Checker Tobi war auf der großen Leinwand ebenso erfolgreich wie im TV. Der Kinofilm der Wissenssendung für Kinder erreichte fast 400.000 Zuschauer. Nun folgt der zweite Familien-Dokumentarfilm mit dem beliebten Moderator: Checker Tobi und der unsichtbare Schatz. Darin dreht sich alles um das unsichtbare Element, das alle Lebewesen miteinander verbindet: unsere Luft. Für Drehbuch und Regie ist Johannes Honsell verantwortlich, die Firma Megaherz wird das Projekt mit knapp 564.000 Euro Produktionsförderung (inkl. ca. 14.000 Euro Erfolgsdarlehen) realisieren.

Produktionsförderung Fernsehfilm

Mit 430.000 Euro fördert der FFF Bayern drei Produktionen für das Fernsehen. Darunter mit 300.000 Euro die Drama-Serie Der Überfall, die Stephan Lacant nach Drehbüchern von Stefan Kolditz inszenieren wird. Produktionsfirma ist Ufa Fiction, als Sender ist das ZDF beteiligt. Die sechsteilige Serie spielt an sechs Tagen und erzählt anhand eines gescheiterten Überfalls und dessen schicksalhafter Kettenreaktion, wie wir um Existenz, Identität und Status in einer zunehmend komplexen und bedrohlichen Welt kämpfen.

100.000 Euro gehen an Projekt X der Produktionsfirma Moovie. Regie führt Lars Kraume, der auch gemeinsam mit Ferdinand von Schirach das Drehbuch verfasst hat. Beteiligter Sender ist ARD Degeto. Das Drama handelt von der Frage nach dem Recht auf einen selbstbestimmten Tod: Der 78-jährige Richard Gärtner ist seines Lebens müde und möchte von seiner Ärztin Hilfe beim Suizid. Sie soll ihm ein tödliches Medikament verschreiben. Gärtner ist nicht bereit, die Ablehnung seines Anliegens zu akzeptieren. Sein Fall wird vor dem deutschen Ethikrat diskutiert. Ähnlich wie das außergewöhnliche Gerichtsdrama Terror – Ihr Urteil wird auch Projekt X im Rahmen eines Themenabends gezeigt.

Produktionsförderung Virtual Reality Filme

Mit 125.000 Euro fördert der FFF Bayern zwei VR-Projekte. Darunter mit 75.000 Euro Gnothl Seauton – Erkenne Dich selbst der Firma Leykauf Film. In der Installation werden die Teilnehmer/innen zu Protagonisten und begeben sich auf eine sinnlich-haptische Reise, interagieren mit dem digitalen Selbstbild und erleben, wie dieses zum Bestandteil der interaktiven Welt wird. Regie führt Aida Bakhtiari, die gemeinsam mit Katrin Savvulidi und Alexander Degner auch für das Drehbuch verantwortlich ist.

Nachwuchsförderung Abschlussfilm

Sieben Projekte junger Filmemacher/innen unterstützt der FFF Bayern mit insgesamt 266.000 Euro, darunter fünf Abschlussfilme an der Hochschule für Fernsehen und Film München mit je 50.000 Euro sowie zwei Filme von Quereinsteigern mit 10.000 und 6.000 Euro. Vier der Filme sind dokumentarisch, einer von ihnen ist animiert: Ausente handelt von den vielen Familien in Mexiko, die unter dem Verlust ihrer verschwundenen Familienmitglieder leiden und folgt einer Mutter, die ihre Tochter sucht. Produzieren wird den Kurzfilm Y Film, Autorin und Regisseurin ist Gisela Carbajal Rodriguez.

Die soeben bei den Hofer Filmtagen mit dem VGF-Preis ausgezeichnete Firma Nordpolaris wird den Dokumentarfilm Sorry, Genosse von Vera Brückner produzieren. Er handelt von zwei jungen Menschen, die einander lieben, aber durch den Eisernen Vorhang getrennt sind. Sie machen Urlaub in Rumänien, um zu fliehen, dabei geht aber alles schief, was schief gehen kann.

Auch die Edgar Reitz Filmproduktion wird einen Nachwuchsfilm realisieren und zwar von Autorin und Regisseurin Katharina Bischof. Die Komödie Hitzig wird als schweißtriefende Gesellschaftssatire in der Damensauna erzählt.

Projektentwicklungsförderung

Mit 250.000 Euro insgesamt fördert der FFF Bayern die Entwicklung dreier Projekte. Allein 150.000 Euro gehen an die Produktionsfirma Neuesuper, die nach den Erfolgen von Hindafing und Acht Tage ihre erste internationale Serie planen: Children of Mars. Was bedeutet es für einen einzelnen Astronauten, seinen Heimatplaneten für immer aufzugeben, um einer der ersten Menschen auf dem Mars zu sein? Und was für die Menschheit, einen fremden Planeten zu besiedeln? Können wir uns unsere Menschlichkeit bewahren, wenn wir die Erde verlassen? Regie bei der Sci-Fi-Serie wird Christian Schwochow führen, die Drehbücher schreiben Simon Amberger, Daniel Hendler, Elisabeth Schmied und James Smythe.

Stoffentwicklungsförderung

Mit 210.000 Euro unterstützt der FFF Bayern die Entwicklung von acht Stoffen. Darunter eine Gaunerkomödie über die wahre Geschichte des Josef Müller aus Fürstenfeldbruck, der seit seiner Jugend an den Rollstuhl gefesselt ist und dennoch als Anlagebetrüger der Münchner Schickeria und als Geldwäscher der amerikanischen Drogenmafia in den Neunzigern zum Multimillionär wird. Autoren von Ziemlich bester Schurke – Wie ich immer reicher wurde (Enigma Film, 30.000 Euro) sind Christian Lerch und Fritjof Hohagen. 

Im Thriller Der Unfassbare (Filmschaft Maas & Füllmich, 30.000 Euro) versteckt sich ein fahnenflüchtiger Wehrmachtssoldat 1941 in den Wäldern seiner Heimat und muss fortan nicht nur in der Wildnis überleben, sondern auch einigen Dorfbewohnern entkommen, die den zum Abschuss freigegebenen Vaterlandsverräter endlich zur Strecke bringen wollen. Das Drehbuch schreiben Christopher von Delhaes und Angela Gilges.

Isa Willinger entwickelt das Treatment für einen Kino-Dokumentarfilm: In Monster (wirFilm, 20.000 Euro) wird es um diejenigen gehen, die das Plastik-Monster füttern, und um diejenigen, die es zu bezwingen versuchen.

Verleih- und Vertriebsförderung

Sechs Filme starten mit FFF Verleihförderung in einer Gesamthöhe von 343.000 Euro im Kino: Narziss und Goldmund, Das geheime Leben der Bäume, Die Känguru-Chroniken, Für Sama, Limbo und Schwarze Milch.
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