Sicher, ökologisch und gesund bauen - C.A.R.M.E.N.-Seminar in Kulmbach

(lifePR) ( Straubing, )
Am 17. Oktober 2019 informierten sich knapp 50 interessierte Teilnehmende über das Thema „Nachhaltiges Bauen – Sicher, ökologisch und gesund“. Das Seminar, welches von C.A.R.M.E.N. e.V. in Kooperation mit der Energieagentur Oberfranken e.V. und der Sparkasse Kulmbach-Kronach organisiert wurde, behandelte den Holzbau aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Es befasste sich mit den Themen Nachhaltigkeit und Lebenszyklusbetrachtung von Gebäuden, Sicherheit und Technik im Holzbau sowie Lehmbau und stellte weitere Baumaterialien aus Nachwachsenden Rohstoffen wie Holzfaser und Stroh in den Fokus.

Zu Beginn der Veranstaltung wurden die Teilnehmenden in den Räumlichkeiten der Sparkasse mit Blick auf die kulmbacher Altstadt begrüßt. Steffen Potstada, Vorstand der Sparkasse Kulmbach-Kronach und Sven Hammer, Leiter Wohnungsbau, waren sich dabei einig: im Baubereich können Werte geschaffen werden, die mehr Nachhaltigkeit für die Zukunft bringen. Eines der wichtigsten Kriterien sei dabei auch die Energieeffizienz. Als Vertreter der Energieagentur Oberfranken e.V. stimmte Markus Ruckdeschel dieser Aussage zu. Er verwies außerdem auf die kontinuierliche Netzwerkarbeit der Energieagentur für Energiewende und Nachhaltigkeit im Baubereich. Julia Lehmann, von C.A.R.M.E.N. e.V., führte auf das Thema „Nachhaltiges Bauen“ hin und begleitete die Anwesenden durch den Tag.

Alexander Schulze, ebenfalls C.A.R.M.E.N. e.V., sang als, wie er sich selbst benannte, „Förster und Holzkopf“ ein Loblied auf den Baustoff Holz und den Holzbau. Er ging dabei auf Aspekte wie die Kohlenstoffspeicherung des Holzes, die regionalen und digitalen Wertschöpfungsketten bei der Bereitstellung, aber auch auf Holzkonstruktionen und Holzwerkstoffe wie z.B. Baubuche-Brettschichtholz ein.

Anschließend berichtete Dr. Stephan Leitschuh, Bayerisches Landesamt für Umwelt, über die Ergebnisse der durchgeführten Studie “Vergleichende Lebenszyklusanalyse von Wohngebäuden verschiedener Bauweisen“. Wichtige Einflussgrößen für eine verbesserte Umweltbilanz sind dabei z.B. eine hochwertige Planung mit Qualitätssicherung, eine energieeffiziente Bauweise, die passive Solarenergienutzung, die Verwendung von Recyclingbaustoffen und eine möglichst lange Nutzungsdauer.

Dr. Michael Merk von der FIRE & TIMBER .ING GmbH zeigte an Beispielen wie der Brandschutz in Holzbauten, vom Einfamilienhaus bis zum großen Mehrfamilienhaus und Industriegebäude, umgesetzt werden kann und welche Fallstricke bei Planung und Umsetzung zu beachten sind. Grundsätzlich werde z.B. bei der Betrachtung des Feuerwiederstand immer das gesamte Bauteil betrachtet, d.h. Holz wird meist in Verbindung mit einer Bekleidung aus Gips verbaut. Wichtige Informationen zum Brandschutz im Holzbau finden Sie z.B. auch unter www.dataholz.eu.

In Vertretung für Marcel Burgstaller von ISTRAW, erläuterte Julia Lehmann von C.A.R.M.E.N. e.V. auf die Möglichkeiten des Bauens mit Stroh heute. Dabei ging sie auf die Historie des Strohbaus ein und stellte die verschiedenen heute am Markt verfügbaren Strohbauprodukte – vom Strohballen über die Strohdämmplatte hin zur Einblasdämmung – vor. Auch die Themen Regionalität und Nachhaltigkeit kamen dabei zur Sprache.

Auch Florian Wick, STEICO SE, widmete sich dem Baustoff Holz. In seinem Vortrag „Bauen und Dämmen mit Holz: vom Keller bis zum Dach“ stellte er die breite Produktpalette von Dämmmatten, Dämmplatten für WDVS und Einblasdämmung, über konstruktive Bauteile wie Furnierschichtholz und Stegträger vor.

Den Abschluss eines informativen Tages bildete der Vortrag von Florian Bielmeier, CLAYTEC e.K., zur Raumgestaltung mit Lehm. Positive Eigenschaften wie geringer Primärenergieverbrauch, Recyclingfähigkeit, Feuchteregulierung, Geruchssorption und kein Ätzen bei der Verarbeitung machen Lehm zu einem vielseitig einsatzbaren Baustoff in Neubauten und für Sanierungen.

Die anwesenden Architekten, Energieberater, Ingenieure, Lehrer und Mitarbeiter von Behörden nutzten die Veranstaltung für intensiven Austausch untereinander und für fachliche Diskussionen mit den Vortragenden.
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