Montag, 16. Juli 2018


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bvse: Schrottverbrauch entwickelte sich 2012 relativ erfreulich

Deutsche Stahlschrottbilanz 2012

Bonn, (lifePR) - Die vorläufige deutsche Stahlschrottbilanz 2012 des bvse-Bundesverbandes Sekundärrohstoffe und Entsorgung e.V. weist im Jahresverlauf eine rückläufige Stahl- und Gussproduktion um vier bzw. knapp sechs Prozent auf. bvse-Schrottexpertin Birgit Guschall-Jaik zeigt sich dennoch nicht unzufrieden und betont: "Der Schrottverbrauch der Stahlwerke in 2012 entwickelte sich für die Schrottwirtschaft relativ erfreulich."

Die deutschen Stahlwerke senkten ihren Schrottzukauf nach Angaben der Wirtschaftsvereinigung Stahl trotz des Produktionsrückgangs um lediglich 2,6 Prozent bzw. 401.000 Tonnen, wobei der Versand aus dem Inlandsaufkommen im Vergleich zum Vorjahr mit knapp 22,7 Mio. Tonnen konstant gehalten werden konnte.

"Dem Schrottverbrauch im Inland kamen die verbesserten Absatzmöglichkeiten der Elektrostahlwerke im vierten Quartal 2012 zu Gute, wodurch sich der Anteil des in Elektroöfen erzeugten Rohstahls leicht von 31,9 auf 32,3 Prozent erhöhte", erläuterte Guschall-Jaik.

Insgesamt konnte der Schrottanteil an der Rohstahlproduktion wieder die 46 Prozentmarke knacken, womit die Bedeutung des Sekundärrohstoffs Schrott als zweitwichtigstem Eisenträger gegenüber 2011 gesteigert werden konnte. Obwohl der Stahlschrottverbrauch in den Gießereien nach Angaben der bdguss um rund 350.000 Tonnen rückläufig war, sank der Zukauf vom Handel nur um rund 173.000 Tonnen.

Während die Schrottausfuhr innerhalb der EU laut den vorläufigen Zahlen des Statistischen Bundesamtes für 2012 um 460.000 Tonnen gesunken ist, sackte die Einfuhrmenge um knapp 1 Mio. Tonnen. Insbesondere waren die Einfuhren aus den Niederlanden, Schweden und Dänemark um jeweils knapp 300.000 Tonnen rückläufig. Bei den Ausfuhren sanken die Schrottlieferungen nach Luxemburg um 15 Prozent bzw. rund 220.000 Tonnen, während die Exporte nach Italien um rund 14 Prozent bzw. über 200.000 Tonnen im Jahresvergleich zulegen konnten. Nach wie vor ist der EU-Raum der wichtigste Exportmarkt für die deutschen Unternehmen. In 2011 lieferten sie 83,2 Prozent ihrer Ausfuhrmengen innerhalb der EU aus. Im vergangenen Jahr waren es 82,6 Prozent.

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