Mitverbrennung von Abfällen leistet einen wesentlichen Beitrag zum Klima- und Ressourcenschutz

(lifePR) ( Bonn, )
Gegen eine pauschale Ablehnung der Mitverbrennung von Ersatzbrennstoffen beispielsweise in Zementwerken, sprachen sich Vertreter des bvse im Rahmen eines Fachgespräches der Grünen Landtagsfraktion von Nordrhein-Westfalen aus. Die bvse-Vertreter machten deutlich, dass Abfälle zwar in erster Linie stofflich verwertet werden. Immer dann jedoch, wenn dies nicht mehr möglich ist, sollten sie zur Aufbereitung von qualitativ hochwertigen Ersatzbrennstoffen genutzt werden. Dies sei sinnvoll, um damit in Prozessen der Mitverbrennung bei hohem Wirkungs-grad gezielt primäre Energieträger zu ersetzen.

Die Forderung des umweltpolitischen Sprechers der Grünen-Landtagsfraktion, Hans-Christian Markert, auf die Mitverbrennung im Land weitgehend zu verzichten, sei daher die falsche Konsequenz. "Wer eine ganzheitliche und nachhaltige Ressourcenwirtschaft im Sinne der Europäischen Abfallrahmenrichtlinie möchte, kommt nicht daran vorbei die Mitverbrennung darin als sinnvollen Baustein zu integrieren", so bvse-Fachreferent Andreas Habel.

Der bvse erinnerte nachdrücklich daran, dass nach dem Deponierungsverbot im Jahr 2005 es gerade die damalige Grünen-Umweltministerin Bärbel Höhn war, die dies erkannte und die Industrie ausdrücklich aufgefordert hat, Mitverbrennungskapazitäten in Nordrhein-Westfalen zu schaffen.

Mit einem Leitfaden zur energetischen Verwertung in der Mitverbrennung wurde damals, so der bvse, ein gemeinsam mit der Industrie erarbeiteter Rahmen, unter der Führung des Umweltministeriums, erarbeitet. Das zentrale Anliegen war es, den Behörden im Land eine konkrete Entscheidungshilfe für die immissionsschutzrechtlichen Genehmigungen und Überwachungen des Abfalleinsatzes auf hohem Umweltniveau zu geben. Gleichzeitig wurden die Standards der 17. Bundesimmissionsschutzverordnung auf Bundesebene novelliert. Die Grenzwerte zählen bereits heute zu den strengsten der Welt.

Von daher sei der Versuch falsch Mitverbrennungsanlagen und Müllverbrennungsanlagen gegeneinander auszuspielen. Müllverbrennungsanlagen haben ihre Stärke darin nicht mehr verwertbare Abfälle umweltgerecht zu entsorgen. Die Mitverbrennung von Ersatzbrennstoffen dagegen, spart Primärenergie ein und dient so dem Ressourcenschutz. Dass etliche Müllverbrennungsanlagen ihre Kapazitäten nicht auslasten könnten, sei Ergebnis einer völligen Fehlplanung. Damals wurde einseitig auf die Verbrennung von Abfällen gesetzt, heute stehen das Recycling und die Verwertung im Vordergrund. Gleichzeitig gehe auch die Müllmenge zurück, so dass man nicht umhin komme, die Kapazitäten der Müllverbrennungsanlagen schrittweise zurückzufahren.

Die gegenwärtigen MVA-Überkapazitäten, auf die der bvse schon vor einiger Zeit hingewiesen hat, führen sogar dazu, dass das Preisniveau der Verbrennung soweit abgesunken ist, dass ein Sortieren der Abfälle für ein gezieltes Recycling wirtschaftlich nicht auskömmlich ist. Umweltpoltisch und auch volkswirtschaftlich ein unerwünschter Effekt, da somit wertvolle Rohstoffressourcen in den Müllverbrennungsöfen verloren gehen.
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