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Pressemitteilung BoxID: 411677 (bvse-Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung e.V.)
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Biogene Abfälle: Leichter Rückgang in Erfassung - Potenziale ausschöpfen

(lifePR) (Bonn, ) Die Erfassungsmenge von Bioabfällen war im Jahr 2012 mit einem nur leichten Rückgang von 0,4 Prozent weitestgehend stabil, wie die diesjährige bvse-Mitgliederumfrage zeigte. Die Betriebe rechnen jedoch für das laufende Jahr mit einem Rückgang der Erfassungsmenge von 1,6 Prozent. Auch das Klärschlammaufkommen ist um 1,1 Prozent zurückgegangen und wird voraussichtlich in 2013 um 2 Prozent sinken.

"Bei den biogenen Abfällen gibt es jedoch noch Luft nach oben. Etwa 4 Mio. Tonnen werden noch nicht getrennt erfasst, über 50 Prozent der Bürger sind noch nicht an eine Bioabfallsammlung angeschlossen. Hier brauchen wir einen sinnvollen Ausbau", so Volker Hegewald, Vorsitzender des bvse-Ausschusses Biogene Abfälle. Dieser könnte in der Intensivierung bestehender Sammlungen und der Schaffung neuer Systeme liegen.

Hegewald weist jedoch darauf hin, dass beim Ausbau auf die regionalen Besonderheiten Rücksicht genommen werden müsse. So sei die Sammlung und Verwertung in Deutschland stark ausdifferenziert: In Städten setzt sich Bioabfall oft anders zusammen als auf dem Land. In manchen Regionen gehen die Abfälle in die Kompostierung oder Vererdung. Darüber hinaus gewinnt Biomasse als nachhaltiger Energie- und Stoffträger zunehmend mit alternativen Verwertungsverfahren an Bedeutung, wie beispielsweise zur Herstellung von Biodiesel oder Methanol, zur Abtrennung von Zellulose oder zur Herstellung von HTC-Kohle.

"Für eine optimale Ausschöpfung des Potenzials müssen diese Unterschiede schon bei der Sammlung berücksichtigt werden", fordert Hegewald.