lifePR
Pressemitteilung BoxID: 206079 (Bundesvereinigung Bauwirtschaft)
  • Bundesvereinigung Bauwirtschaft
  • Kronenstrasse 55-58
  • 10117 Berlin
  • https://www.bv-bauwirtschaft.de
  • Ansprechpartner
  • Monika Bergmann
  • +49 (30) 20314-408

Schneider: Bauwirtschaft mit Plus in 2010 - schwarze Null für 2011 erwartet

Entwicklung in den einzelnen Sparten höchst unterschiedlich

(lifePR) (Berlin, ) "Die Mitgliedsbetriebe der Bundesvereinigung Bauwirtschaft werden in 2010 einen Umsatz in Höhe von 191 Mrd. Euro erwirtschaften, das sind 3 Mrd. und damit 1,6 % mehr als im Vorjahr. Für 2011 erwarten wir allerdings nur noch eine schwarze Null beim Umsatz, nämlich 191,5 Mrd. Euro (+ 0,2 %)." So die Einschätzung von Karl-Heinz Schneider, Vorsitzender der Bundesvereinigung Bauwirtschaft, anlässlich der Pressekonferenz zum Jahresende in Berlin.

Dabei ist die konjunkturelle Entwicklung für die rund 300.000 Betriebe des deut-schen Bau- und Ausbauhandwerks höchst unterschiedlich verlaufen: Während die Unternehmen des Bauhauptgewerbes einen Umsatzrückgang von rund einem Pro-zent erwarten, stagniert der Umsatz im eigentlichen Ausbaubereich. Die Entwick-lung im Segment Energie-/ Gebäudetechnik und Dienstleistungen ist mit einem Plus von fast 5 % jedoch äußerst positiv verlaufen.

Schneider begründete diese Entwicklung u.a. mit der Wirkung der Konjunkturpake-te: "Unternehmen im Bereich Energie-/ Gebäudetechnik und Dienstleistungen so-wie Ausbau haben vom Trend zur energieeffizienten Sanierung und den Konjunk-turprogrammen profitiert. Die Unternehmen des Bauhauptgewerbes sind stark an die Neubautätigkeit gebunden. Hier blieben die Impulse zu schwach."

Insbesondere der öffentliche Bau war für das Bauhauptgewerbe eine herbe Ent-täuschung. Denn hiervon hatte man sich wichtige Impulse für die Umsatzentwick-lung erhofft. Der Wohnungsneubau dagegen hat leicht angezogen und die Umsatz-entwicklung stimuliert. Darauf setzt die Branche auch für 2011: Denn die Bauge-nehmigungen, immerhin ein Plus von 8.460 neu genehmigten Wohnungen, schü-ren die Erwartung, dass die Umsätze im Wohnungsbau wieder anziehen werden. Der Wirtschaftsbau dagegen hat in 2010 erneut nachgegeben. Daher wird für das Bauhauptgewerbe ein Umsatzminus von 1 % in diesem wie auch im nächsten Jahr erwartet. Der Umsatz im Bauhauptgewerbe dürfte in diesem Jahr eine Größenord-nung von 64,8 Mrd. Euro erreichen. Die Zahl der Beschäftigten bleibt stabil bei 629.000.

Im Bereich Ausbau kann der Umsatz Dank der Wirkung der Konjunkturpakete stabi-lisiert werden. Er wird 54 Mrd. Euro erreichen (+ 1 %). Für 2011 wird mit einem mo-deraten Wachstum von 1 % gerechnet. Die Beschäftigtenzahl kann bei 645.000 stabil gehalten werden.

Eine deutliche Belebung der konjunkturellen Entwicklung hat im Bereich Energie-/ Gebäudetechnik und Dienstleistungen stattgefunden. Gestützt auf die KfW-Förderprogramme zur energetischen Sanierung und das Konjunkturpaket II wird in 2010 mit einem Umsatzzuwachs von fast 5 % gerechnet und ein Umsatz von 72,3 Mrd. Euro erreicht. Damit ist die Sparte Energie- und Gebäudetechnik die umsatz-stärkste innerhalb der Bundesvereinigung Bauwirtschaft. Für 2011 wird noch ein-mal eine Steigerung um 2 % erwartet.

In diesem Segment wird, so berichtet insbesondere der Zentralverband Sanität Heizung Klima, ein weiterer Trend wirksam, nämlich der demografischen Entwick-lung. Denn der Sanitärbereich liegt noch vor dem Heizungsbereich - trotz öffentli-cher Diskussion über Klimaschutz und Sanierung. Hintergrund dafür dürften viele altersgerechte Badsanierungen sein.

Abschließend erklärte Schneider: "Das deutsche Bau- und Ausbauhandwerk blickt je nach Sparte mehr oder weniger optimistisch in die Zukunft. Denn wir sind sicher, dass es insbesondere aufgrund des Energiekonzeptes der Bundesregierung, aber auch aufgrund des demografischen Wandels unserer Gesellschaft Bauaufgaben zuhauf gibt."

Bundesvereinigung Bauwirtschaft

Die Bundesvereinigung Bauwirtschaft vertritt die gemeinsamen Gewerke übergreifenden Interessen der Betriebe des deutschen Bau- und Ausbauhandwerks. Sie spricht für rund 300.000 Betriebe mit ca. 2,7 Millionen Beschäftigten und 300.000 Lehrlingen. Ihre Mitgliedsbetriebe erbringen fast 80 % der Leistungen der gesamten bauausführenden Wirtschaft in Deutschland.